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Ein Gedicht der SchreibKünstlerin Paulina Dauth (7b der Lichtenbergschule Darmstadt), das im Rahmen des Köln Projekts „Viele Schulen – ein Buch“ der Lesepunkte-Redaktion und in Auseinandersetzung mit Rüdiger Bertrams Jugendbuch „Der Pfad. Flucht in die Freiheit“ am 8.-10. März 2018 in der Schreibwerkstatt mit Stefanie Boor (Zentrum für Lehrer*innenbildung der Universität zu Köln) entstanden ist:

WIESO?
REICH VOR ARM → WAFFEN VOR SCHUTZ
GROß VOR KLEIN → BÜRGER VOR FLÜCHTLING
WEIß VOR SCHWARZ → GEFÄNGNIS VOR GERECHTIGKEIT
ALT VOR JUNG → KRIEG VOR FRIEDEN
WIESO?

Paulinas Reflexion für die Ausstellung im Zentrum für Lehrer*innenbildung der Universität zu Köln über ihre Gedanken zum Buch:

„Als ich mich mit der Thematik des Buches auseinandergesetzt habe, stellte ich mir die Fragen: Wieso? Wieso mussten so viele Menschen fliehen? Was haben sie falsch gemacht? Hat die Welt überhaupt darüber nachgedacht, was passiert ist? Diese Gedanken habe ich in einem Gedicht aufgegriffen.“

©2018 SchreibKunst-Blog/ Paulina Dauth (7b)

Neu bearbeitet von: Ari Folman/David Polonsky
Übersetzt von: Mirjam Pressler, Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
Verlag: S. Fischer, Basel, 2017

Anne Frank, ein 13-jähriges Mädchen, ist Jüdin. Eigentlich spielt das keine Rolle, bis die Nazis entscheiden, dass Juden doch anders sind. Sie und ihre Familie müssen aus Deutschland nach Amsterdam fliehen, wo sie aber nur für kurze Zeit sicher sind, bis die Deutschen auch Holland erobert haben. Dieses Mal können sie nicht weglauben, also versteckt sich die vierköpfige Familie, mit noch drei anderen Menschen und einem Zahnarzt im Hinterhaus der Firma des Vaters. Anne fängt zu dieser Zeit an, ein Tagebuch zu schreiben, adressiert an ihre imaginäre Freundin „Kitty“.

Während die Arbeiter der Firma, die nun zwei Freunden gehört, arbeiten, dürfen sich die Bewohner des Hinterhauses nicht bewegen, nicht mal um zu trinken oder um auf Toilette zu gehen. Anne durchlebt eine schwierige Zeit, voll mit Selbstzweifel und Hass, aber auch mit einer großen Liebe. Dies, und vieles anderes erzählt Anne ihrer Kitty.

Das Buch wurde sehr gut bearbeitet, da es jetzt einfacher zu lesen ist, und die Zeichnungen verkörpern Annes Gefühle während dieser Zeit auf leicht verständliche Art und Weise. An passenden Stellen wurden auch Abschnitte aus dem originalen Tagebuch hinzugefügt. Der Text ist fast ausschließlich derselbe wie in dem echten Tagebuch, und außer den Zeichnungen wurde nichts hinzugefügt.

Seite 25 gefiel mir besonders, weil alles sehr realistisch gezeichnet ist und die einzelnen Einrichtungsgegenstände gut zu erkennen sind. Außerdem interessiert mich Architektur und dies ist ein sehr gelungenes Beispiel.

In Annes Gefühle auf Seite 30 kann ich mich gut hineinversetzen, da es im Leben mit Geschwistern oft zu Vergleichen kommt und auch das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden, auch vorkommt. Diese Seite erklärt Annes Gefühle gegenüber Margot, und ist ein Muss für das Buch.

Auf Seite 47 wird „Werbung“ für das Hinterhaus gemacht und zeigt die Situation der Hinterhausbewohner, aber auch Annes Sarkasmus und Galgenhumor wird auf lustige Art und Weise illustriert. Ich fand, dass Anne sehr lustig ist in diesem Teil des Buches.

Insgesamt fand ich das Buch sehr gut, es ist sehr weiterzuempfehlen für Jugendliche, die sich für die Zeit des Zweiten Weltkriegs interessieren, aber nicht lange, komplizierte Texte mit vielen Fachbegriffen lesen wollen.

©2018 SchreibKunst-Blog/ Paulina Dauth (7b)

10 Monde später...

Sina hatte sich dem Clan angeschlossen. Frieden war eingekehrt. Alle ihre Wunden waren verheilt, sie hatte ihre Schülerausbildung hinter sich und hieß, zu Ehren ihres braunen Fells und ihrer Bereitschaft für den Clan-Anführer das eigene Leben zu riskieren, Kastanienherz. Der Clan war wohlgenährt, es gab viele Schüler und die Kinderstube war überfüllt. Sie, Fuchssprung und ihre drei fünf Monde alten Jungen Nussjunges, Eicheljunges und die einzige Kätzin Flammenjunges saßen in der Mitte des Felsenkessels und unterhielten sich. Das Fell der Kätzchen war braun-rot-getigert, eine Mischung von Mutter und Vater. Alle drei rannten abenteuerlustig über die Lichtung und spielten die wildesten Spiele. Sina war stolz auf ihre Kleinen, die in einem Mond zu Schülern ernannt werden sollten. Sie bat die Kinderstuben-Königin Rußherz auf ihre Jungen aufzupassen und ging mit Fuchssprung in die Nähe des Sees in der Mitte aller Territorien.

Es war Blattfrische und kleine Knospen ragten aus der Erde. Ausgelassen tollte das heute von den Pflichten befreite junge Paar herum. Sie sprachen bis in die Nacht hinein und schauten dann auf das Gewässer. Mit ineinander verschlungenen Schwänzen saßen Sina und Fuchssprung nun am in der Nacht glitzernden See und sahen vielen Blattwechseln voll Frieden entgegen.

Ende

Anfang verpasst?:

Kapitel Eins: Kapitel Eins
Kapitel Zwei: Kapitel Zwei
Kapitel Drei: Kapitel Drei
Kapitel Vier: Kapitel Vier
Kapitel Fünf: Kapitel Fünf

©2018 SchreibKunst-Blog/ Sophia Böcker (7b)

Stur humpelte Sina Fuchssprung hinterher. Er würde ihr ganz bestimmt nicht sagen, was sie zu tun hatte. Plötzlich stolperte sie. Mäusedreck! Dieses verfluchte Bein! ,dachte sie, mit dem bin ich morgen noch hier! Sie folgte Fuchssprungs Geruchsspur sehr lange bis in das Lager hinein. Erschrocken blieb sie stehen. Vor ihr war ein großes Kampfgetümmel. Katzen wälzten sich im Gras und einige Körper lagen regungslos am Boden. Sie schnappte nach Luft. Eine große Dächsin kam auf sie zu. Im Vorbeigehen sprach sie sie dann noch an: "Du Großes wirst vollbringen. Du Feuer vor verbrennen retten. Ich Freund Name ist Mitternacht. Ich helfen." Dann verschwand sie im Kampf. Sina starrte der Dächsin fassungslos hinterher. Sie hatte noch nie einen Dachs getroffen, geschweige denn einen sprechenden. Noch länger hatte sie nicht Zeit, sich darüber zu wundern, denn ein rot-weiß-gefleckter Kater sprang sie an. "Na, Donner-Clan-Katze," knurrte er hämisch, "bist du schon müde oder warum wehrst du dich nicht?" Wütend fauchend versuchte Sina ihn abzuwehren, aber der Kater war viel stärker als sie.

Voller Angst rannte sie in den Wald, doch der Kater verfolgte sie. Der Schmerz in ihrem Bein war vergessen, trotzdem war der Abtrünnige schneller als sie. Angestrengt dachte das Hauskätzchen nach: Er ist viel schneller als ich. Vielleicht kann ich ein paar Kurven schaffen und dann irgendwo Schutz suchen. Sina nahm all ihre Kraft zusammen und rannte noch ein bisschen geschwinder. Sie schlug vor einem Brombeerbusch eine scharfe Kurve und verspürte ein warmes Gefühl der Befriedigung, als sie den Kater hinter ihr schmerzerfüllt aufheulen hörte, weil er in den Busch hineingerast war. Da sah sie ein Loch in einem Stamm voller Pilze und schlüpfte hinein. Die Pilze werden meinen Geruch überdecken ,dachte sie und lauschte auf ein Lebenszeichen des Katers. Bald schon hörte sie Pfotengetrappel und plötzlich eine tiefe Stimme, die rief: "Ich weiß, dass du hier irgendwo bist. Dein Geruch hört hier auf. Du kannst dich nicht ewig verstecken!"

Sina wagte kaum zu atmen, als sie neben ihrem Baum das Geraschel von Blättern hörte, denn der finstere Kater suchte in einem Busch nach ihr. Plötzlich sah sie sein Gesicht. "Hier bist du! ", fauchte er und wollte Sina herausziehen. Die Kätzin versuchte, vor Angst jaulend, ihn abzuwehren, doch geschwächt vom Rennen erreichte sie nur ein bis zwei Treffer. Der Feind wollte sich gerade auf sie stürzen, als plötzlich Fuchssprung aus dem Farn herausgeschossen kam. Er warf sich auf den Gegner und zerkratzte ihm die Flanke. Dann stieß er ihm die Pfoten unter dem Körper weg und bearbeitete seinen weichen Bauch mit den Krallen. Zum Abschluss fauchte er ihm etwas ins Ohr und biss ihm anschließend rein. Wie ein Junges nach seiner Mutter maunzend stolperte der besiegte Kater nun in den Wald. Sina sah Fuchssprung beeindruckt an: Er hat so gut gekämpft, obwohl er schon verletzt war und er hat für mich sein Leben riskiert. Da stöhnte der Kater auf. Sina eilte an seine Seite. "Bist du verletzt? Soll ich dich stützen?" ,fragte sie besorgt.

Fuchssprung sah sie mit einem Blick voller Liebe und Zärtlichkeit an und schnurrte eine unverständliche Antwort.

Die Kätzin sah das einfach als ein ,Ja" und die beiden humpelten schweigend durch den Wald. Sina schossen tausende Gedanken durch den Kopf. Empfindet er etwa etwas für mich? Warum hat er mich so angeguckt? Mag er mich? Eigentlich finde ich ihn auch richtig toll. Im Grunde genommen ist er der tollste, tapferste und stärkste Kater, der mir je begegnet ist. Ich sollte mich beruhigen. Er hat auch einige nicht so schöne Seiten, da wäre zum Beispiel seine Unfreundlichkeit. Außerdem lebt er im Clan und ich lebe im Zweibeinerort. Andererseits ist er auch nicht so unfreundlich. Nur am Anfang ist er so und jetzt kennen wir uns besser, also muss ich mir deswegen keine Sorgen machen und es lag auch an dem.Krieg, dass er gleich so nervös war. Und die Sache mit dem Clan-Leben... das finde ich eigentlich ganz abenteuerlich.

Ich könnte mir vorstellen, eine Clan-Katze zu werden. Mit Fuchssprung an der Seite zu jagen, das wäre so schön ...

Im Donner-Clan-Lager wurden Sinas Tagträume je unterbrochen. Kampfschreie hallten von den Wänden des Felsenkessels wieder. Wurde hier denn immer noch gekämpft? Sie spürte, wie der Kater neben ihr sich anspannte, doch kein Angreifer kam. In der Mitte des Lagers rangen Feuerstern und ein großer Tigerkater miteinander. "Tigerstern!" Fuchssprung erstarrte vor Schreck. "Er ist der Anführer der Finsternis." Feuerstern sprang auf Tigerstern zu, der, für einen Moment abgelenkt, nicht rechtzeitig abwehren konnte. Kurz darauf sank der getigerte Kater tot zu Boden. Zitternd beobachtete Sina, wie der Abtrünnige sich langsam auflöste. Fuchssprung erklärte: "Tigerstern ist aus dem Wald der Finsternis. Das bedeutet, er war schon tot. Wenn eine tote Katze noch einmal getötet wird, verschwindet sie für immer." Plötzlich sah die Kätzin eine Bewegung im Himmel. Sie hatte früher, im Zweibeinerbau, schon oft genug einen Blitz einschlagen sehen.

Sie wusste, wie die Luft vorher roch und dass der Blitz immer an einer Stelle das Allerhöchste angriff und dass er weiterleitete.

Nun roch es blitzartig und die höchste Stelle hier war die Buche neben Feuerstern.

Wenn der Blitz einschlagen würde, würde der Kater auch getroffen werden. Schnell raste sie zu ihm. Im Augenwinkel sah sie ein grelles Licht, dann schleuderte sie Feuerstern und sich selbst vom Baum. Sie hörte gerade noch Fuchssprungs Aufschrei und danach wurde alles schwarz.

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Kapitel Eins: Kapitel Eins
Kapitel Zwei: Kapitel Zwei
Kapitel Drei: Kapitel Drei
Kapitel Vier: Kapitel Vier
Kapitel Sechs: Kapitel Sechs

©2018 SchreibKunst-Blog/ Sophia Böcker (7b)

Sina schaute ihn wütend an. Sie wusste, sie hatte einen Fehler gemacht, aber vor diesem Mäusehirn würde sie das ganz bestimmt nicht zugeben. "Du arrogante Fellkugel!" ,knurrte sie, "Am Anfang des Spaziergangs dachte ich, du wärst vielleicht doch nicht so dumm wie du aussiehst. Wenn du mich so unglaublich magst wie du gerade gezeigt hast, warum hast du mir dann überhaupt geholfen? Ich finde den Weg zu meinem Pelzbau auf jeden Fall alleine." Immer noch knurrend ging sie den Donnerweg entlang, der zu ihrem Haus führte. Hinter sich hörte sie Fuchssprung murmeln: "Die Dankbarkeit in Person."

Angestrengt dachte sie nach. Hmmm ... zuerst muss ich geradeaus, dann an der zweiten Kreuzung in die linke Gasse, dann durch den rechten Torbogen mit dem Vogel drauf und schon habe ich es geschafft. Doch an der zweiten Kreuzung war keine Gasse. Habe ich eine Kreuzung übersehen? Aus unerklärlichen Gründen waren Sinas vertraute Gassen verschwunden. Als sie Anstalten machte umzukehren, miaute Fuchssprung hinter ihr: "Findet das Hauskätzchen den Weg nicht mehr?" Sina fauchte: "Hilf mir lieber! Wenn ich den Pfad nicht finde, werde ich mich dem Clan anschließen!"

Insgeheim fand die Kätzin das Clan-Leben gar nicht so schlecht, aber Fuchssprungs Reaktion darauf war Entsetzen. Sofort fing er an in der Luft zu schnuppern. "Äh, ich kann keinen Geruch von dir entdecken. "Mal ehrlich" ,schnurrte Sina belustigt, "findest du mich so schrecklich, dass du sogar anfängst in dem Hundeschmutz nach meinem Bau zu schnüffeln? " Mit vor Ekel gesträubtem Fell fuhr der braun-getigerte Kater von einem großen braunen Etwas zurück und zuckte verärgert mit den Schnurrhaaren. Obwohl er vorher wegen seines Lebens im Wald nicht wusste, was das Braune war, antwortete er für seinen Stolz: "Ein wahrer Krieger scheut sich vor nichts, aber" ,schnurrte er spöttisch, "du kannst mir, deinem Krieger und Fährtenleser, gerne den Geruch aus dem Pelz waschen! " Sina wollte schon zu einer spitzigen Bemerkung ausholen, als sie das fröhliche Glitzern in Fuchssprungs Augen sah. Der kann also doch ganz lustig sein, dachte sie.

"Träum weiter! Los, wir müssen gehen!",knurrte sie und stupste ihn freundschaftlich an. Dabei belastete sie ihre verwundete Pfote und sog vor Schmerz die Luft ein. Erschrocken fragte Fuchssprung: "Soll ich dich stützen?" "Nein, geht schon'<.antwortete sie mit zusammengebissenen Zähnen. Sie wollte aufstehen, doch sofort knickte ihre Pfote unter ihr ein. Fuchssprung beäugte die Wunde: "Sieht nicht gut aus. Es kann sich entzünden. Damit musst du zu Häherfeder. Er ist unsere Heiler- Katze. Wir können morgen nach deinem zu Hause suchen." Mühsam kämpfte Sina sich auf die Pfoten und stützte sich schwer auf Fuchssprung. Als sie in die Nähe des Lagers gerieten, hörten sie plötzlich Kampfschreie. "Die Krieger der Finsternis! Sie greifen an!" ,jaulte der Kater an Sinas Seite mit vor Entsetzen weit aufgerissenen Augen und mit den Worten: "Du bleibst hier!", raste er dem Kampf entgegen. Weiterlesen:

Kapitel Eins: Kapitel Eins
Kapitel Zwei: Kapitel Zwei
Kapitel Vier: Kapitel Vier
Kapitel Fünf: Kapitel Fünf
Kapitel Sechs: Kapitel Sechs

©2018 SchreibKunst-Blog/ Sophia Böcker (7b)

Fuchssprung rannte los. Hoffentlich passiert meiner Familie nichts. Sorgen um Eiswolke, seine Schwester, und seine Eltern schossen ihm durch den Kopf. Er raste durch den völlig zerstörten Dornentunnel und taumelte erst einmal vor dem Anblick, den der Felsenkessel ihm bot: Überall wanden sich Katzen im Kampf, das Gras war blutbefleckt, die Baue zerstört und ein paar regungslose Körper waren auf dem Boden. Voll Grauen sah er seine Mutter Rauchfell regungslos neben der Kinderstube liegen. Er wollte zu ihr rennen, doch Brombeerkralle, der zweite Anführer, humpelte zu ihm und flüsterte: "Sie ist tot. Ich habe dich der Patrouille zur Hilfe für den Fluss-Clan zugeteilt. Kämpfe für sie, Fuchssprung. Damit sie nicht um sonst gestorben ist!"

Tieftraurig, aber entschlossen, schoss Fuchssprung durch den Ausgang in Richtung Fluss-Clan-Territorium, um seine Mutter zu rächen. Etwas später hatte er das Lager erreicht und sprang sofort auf den Rücken eines braun-schwarzen Katers. Der Kater kämpfte gerade gegen seine Clan-Gefährten Rosenblatt und Unkenfuß, die auf ihn einprügelten, und jaulte wütend auf. Fuchssprung biss ihn am Ohr und wollte ihm die Krallen über die Flanke ziehen, als er plötzlich weggezogen wurde.

Eine heisere Stimme flüsterte ihm zu: "Drei gegen einen. Ist das nicht ein bisschen unfair? Mal sehen ob .du auch alleine kämpfen kannst! " "Als hättet ihr irgendein Ehrengefühl ! ", knurrte Fuchssprung und versuchte sich aufzurappeln. Doch Krallen hielten ihn fest und jemand wollte ihm die Zähne ins Genick graben. Plötzlich ließ der Druck nach und er erblickte seine Clan-Genossen, die den Kater, der ihn festhielt, mächtig mit ihren Klauen attackierten. Fuchssprung blickte sich um. Er sah Nebelstern, die Anführerin des Fluss-Clans, die zu seinem Entsetzen gegen Höhlenflug, ihren Clan-Gefährten, kämpfte. Der Kater hatte die Kätzin fest gepackt und wollte seine Zähne ihn ihre Kehle schlagen. Einen Kriegsschrei jaulend sprang Fuchssprung auf Höhlenflug und zerrte ihn von Nebelstern weg. "Verräter!" ,fauchte die Kätzin, "Du bist verbannt!" ,und jagte den Kater weg. Weiter hinten im Lager versuchte ein Krieger gegen zwei Katzen der Finsternis zu bestehen, wobei er immer wieder im blutbefleckten Gras ausrutschte. Fuchssprung sprang den einen an und verpasste ihm eine Kopfnuss, sodass sein Gegner überrascht umgeworfen wurde. "Das ist:für Rauchfell!", jaulte er. Der Donner-Clan-Kater zerkratzte dem Finsteren die Flanke und der Abtrünnige rannte kreischend aus dem Lager hinaus.

Er verjagte mit seinen Clan-Gefährten noch ein paar Katzen, dann war es plötzlich still auf der Lichtung. Fuchssprung sah sich um. Es war keine feindliche Katze mehr da. Nebelstern trat vor: "Danke für eure Hilfe. Ich denke, nun ist es Zeit, dass ihr zu eurem Clan zurückkehrt. " Die Donner-Clan-Katzen nickten und gingen aus dem Lager hinaus. Fuchssprung war müde, aber trotzdem hatte er es eilig. Er machte sich Sorgen um Sina, denn so wie er sie kannte, hatte sie seinen Befehl missachtet. Fuchssprung hatte angefangen, sie zu mögen. Sie munterte ihn auf und er hatte ein schönes Gefühl wenn er an sie dachte. "Verliebe ich mich gerade?", fragte sich Fuchssprung. "Na und?" ,tadelte er sich selbst, "Sie ist ein Hauskätzchen! Aber wenn das nicht so wäre? Dann vielleicht ..." Plötzlich hörte er ein Jaulen. War das nicht eben Sina gewesen?

Ohne auf die verwunderten Blicke seiner Gefährten zu achten, raste er in Richtung der Schreie los.

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Kapitel Eins: Kapitel Eins
Kapitel Zwei: Kapitel Zwei
Kapitel Drei: Kapitel Drei
Kapitel Fünf: Kapitel Fünf
Kapitel Sechs: Kapitel Sechs

©2018 SchreibKunst-Blog/ Sophia Böcker (7b)

Fuchssprung hatte es gründlich satt. Diese nussfarbene Kätzin brachte ihn zur Weißglut! Mühsam ein Fauchen unterdrückend antwortete er:" Du bist im Donner-Clan-Lager. Das habe ich dir doch schon gesagt." "Wie heißt du denn?" fragte Feuerstern in einem deutlich freundlicheren Ton. "Sina" ,miaute das Hauskätzchen, "Ich habe eine Idee. Wenn ihr mich jetzt zum Zweibeinerort zurückbringt ,vergessen wir die ganze Sache." "Du und vergessen?" ,diesmal konnte Fuchssprung das Fauchen nicht unterdrücken. "sag mal hast du Distelwolle im Hirn? Du bist in unser Territorium eingedrungen; wegen dir konnten wir die Patrouille nicht zu Ende laufen, du möchtest einen sofortigen Geleit nach Hause und du meinst du könntest uns verzeihen! Hat dir schon mal jemand gesagt, dass du ziemlich dreist bist?" "Fuchssprung, beruhige dich!" miaute Feuerstern verwundert und an Sina gewandt fügte er hinzu: "Ich würde dich gerne nach Hause begleiten, aber wir stecken mitten in einem Krieg und ich kann keine Katze entbehren."

Entrüstet fragte die braune Kätzin: "Wie bitte? Warum habt ihr mich dann bitteschön hierher geschleppt?" Fuchssprung sah, dass sein Anführer langsam auch die Geduld verlor und zu einer scharfen Antwort ansetzte. "Warte, Feuerstern!" Er wollte die freche Kätzin so schnell wie möglich loswerden. "Ich kann sie begleiten. Ich habe das Training schon hinter mir und bin sonst für keine Patrouille eingeteilt." Sein Anführer flüsterte ihm zu: "Danke, mach das bitte!" ,doch Sina knurrte: "Ich will aber nicht mit dem da gehen. Der würde mich doch eher an einen Fuchs verfüttern, als mich auf dem Weg nach Hause zu beschützen!" "Komm mit oder bleib hier" ,seufzte Fuchssprung müde. Nach vielem Zögern und Misstrauen konnte der Kater die nervtötende Kätzin endlich zum Gehen überreden.

Sie verließen das Lager. Feuerstern jaulte ihnen noch zu: "Passt auf euch aufl Nehmt euch in acht vor den Kriegern der Finsternis!" Dann waren sie allein. Fuchssprung wurde es langsam leid angeboten zu haben das Hauskätzchen zu begleiten. Bei jedem Pfotenschritt prüfte er sorgsam die Gerüche und passte sich an Sinas Geschwindigkeit an. Am liebsten wäre er durch den Wald getobt, aber wegen dem Wald der Finsternis waren das nun bloß Träume. Plötzlich fragte die Kätzin: " Wer seid ihr eigentlich genau? Gibt es mehrere von euch und was ist das für ein Krieg?"

Widerwillig erklärte ihr Fuchssprung, dass es vier Clans gäbe. Sie lebten alle rund um den See in ihren Territorien. Manchmal gab es Grenzstreitigkeiten, doch oft halfen sie sich gegenseitig. Stolz erzählte er vom Gesetz der Krieger und als er von dem Sternen-Clan und dem Wald der Finsternis berichtete, bekam sie große Augen. Er listete gerade die Namen aller anderen Clans auf, als Sina misstrauisch schnupperte: "Ich rieche Fuchs!" "Oh, stimmt. Wir sollten den anderen Weg nehmen!" miaute er, sein Fell heiß vor Scham, weil er vergessen hatte die Luft zu prüfen. "Du bist mir vielleicht ein Krieger" ,schnurrte sie belustigt, "zu Hause habe ich noch nie einen Fuchs gesehen, nur gerochen.

Gegen den gewinnen wir doch locker! Außerdem möchte ich einmal einen sehen. Ich nehme den Weg!" "Nein! Warte!", jaulte Fuchssprung und raste ihr hinterher. Plötzlich schrie Sina auf. Der Fuchs war zwar noch jung, aber stark und hatte sie fest in seinen Klauen. " Sina! Halte durch! Ich komme! ", mit einem Kriegsschrei sprang der Kater auf den Rücken des Feindes und fügte ihm eine klaffende Wunde zu. Fuchssprung kletterte geschwind weg, doch der Fuchs verpasste ihm einen langen Kratzer an der Flanke. Wenn nur Löwenglut hier wäre, der hätte den Welpen mit einem einzigen Pfotenschlag verjagt, dachte er. "Rückzug!", jaulte der Kater.

Augenblicklich ließen beide Katzen von dem Raubtier ab und sprinteten Richtung Zweibeinerort. Dort angekommen blickten sie sich um, aber der Fuchs war ihnen nicht gefolgt. Fuchssprung fauchte Sina an. Was hast du dir dabei gedacht? Einfach so loszurennen! Du Mäusehirn! Wegen dir muss ein Krieger mehr geheilt werden und der Clan wird geschwächt und so wie du aussiehst", er warf einen Blick auf ihr verletztes Bein, "muss ich dich bis zu deinem stinkigen Zweibeinerbau bringen!"

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Kapitel Eins: Kapitel Eins
Kapitel Drei: Kapitel Drei
Kapitel Vier: Kapitel Vier
Kapitel Fünf: Kapitel Fünf
Kapitel Sechs: Kapitel Sechs

©2018 SchreibKunst-Blog/ Sophia Böcker (7b)

Kätzin Sina ging spazieren, denn es war sonnig, warm und die Straße war menschenleer. Übermütig sprang sie auf Steine, Äste und in Pfützen. Allmählich wurde es kühl und es folgte ein starker Regenguss. Sina entschied nach Hause zu gehen. Plötzlich erleuchtete ein Blitz den Himmel. Der Asphalt wurde schlammig und sie rutschte immer wieder aus. Der Weg nach Hause war noch weit. Deshalb schlüpfte sie schnell durch eine offene Tür in ein kleines, ziemlich schäbig wirkendes Haus hinein. Meine Hausleute werden sich schon keine Sorgen machen. Außerdem ist es hier ganz heimelig. Ich glaube, ich bleibe erst mal, dachte sie. Der Raum, in dem sie nun stand, hätte nicht chaotischer sein können: Zeitschriften und dicke Wälzer lagen überall verstreut auf dem Boden, ein mottenzerfressenes Sofa an der linken- und ein kleiner, gelb gestrichener Schrank an der rechten Seite waren die einzigen Möbelstücke und gegenüber hing ein schönes Bild neben einer rot-schwarz gestreiften Tür. Im Schrank sah Sina eine Decke heraushängen und so kuschelte sie sich ein. Sie hörte gerade noch zwei Männerstimmen, die sich zuriefen: "Oh Boris! Hier ist eine Katze! Jetzt können wir endlich das Experiment machen!" "Ja, Persky! Das wird der Durchbruch! Wie wär`s mit Warrior Cats, Staffel 4, Band 6?" - und dann schlummerte sie ein.

Stechender Schmerz auf ihrer Schnauze weckte sie. Sina traute ihren Augen kaum. Vor ihr standen drei vorn Kampf gezeichnete, große Katzen, es waren zwei Kätzinnen und ein Kater. Hinter den dreien konnte sie einen Wald erkennen. Wie geht denn das? ,fragte sie sich, Ich war doch eben noch im Schrank! Hmmm ... Wahrscheinlich bin ich vorhin im Park eingeschlafen und habe den Weg nach Hause nur geträumt. Der Schmerz fühlt sich zu echt an um ein Traum zu sein. Wieder ein Schlag. Plötzlich trat der Kater vor und knurrte: "Du befindest dich auf den Jagdgründen des Donner-Clans. Wer bist du? Eine von Tigersterns Spitzeln? Sag' s lieber gleich, du Mäusedreck! " Die sandfarbene Kätzin beschwichtigte: "Beruhige dich Fuchssprung.

Sie ist erst sieben bis neun Monde alt, für mich sieht sie eher wie ein verirrtes Hauskätzchen aus und außerdem " -ihr Miauen klang belustigt- "wäre sie eine miserable Spionin, wenn sie auf den Stammwegen des Clans einschläft. Was denkst du, Eichhornschweif?" Eine feuerrote Kätzin ergriff das Wort: "Vielleicht ist das eine Falle. Bringen wir sie ins Lager. Eine Katze sollte hinter der Patrouille nach einem Hinterhalt Ausschau halten. "Bist du verrückt!" ,antwortete Fuchssprung barsch, "Sie könnte eine Spionin sein! Stimmt' s Sandsturm?" "Zeige etwas mehr Respekt vor Eichhornschweif! " ,miaute die Kätzin Sandsturm mit dem sandfarbenem Fell, "Sie hat Recht! Bringen wir sie ins Lager! Fuchssprung, du läufst hinten!" Sina mischte sich nun ein: "Stopp! Würde mich mal hier jemand mitreden lassen? Ich bin hier nur eingeschlafen und will euch nichts Böses!! " Doch außer einem feindseligen Anfunkeln von Fuchssprung bekam sie keine Antwort. Die fremden Katzen umkreisten Sina und rannten los. Das Hauskätzchen kam kaum mit, aber es wollte seine Schwäche nicht zeigen.

Währenddessen hatte Fuchssprung sie überholt und hielt plötzlich an. Sina rannte in ihn hinein und der Kater fuhr fast aus dem Pelz. "Bleib bloß weg von mir!" ,knurrte er, bevor er die Patrouille mit den Worten, "Wir müssen sie nicht ins Lager schleppen, das würde nur Panik hervorrufen. Ich hole Feuerstern! ",verließ. Na klar ,dachte Sina, und Igel können fliegen! Der will mich nur los sein. Das beruht auf Gegenseitigkeit du dämliche Fellkugel! Sie sah wie Fuchssprung geschwind durch einen kleinen, dornigen Tunnel kroch und mit einem flammenfarbenen Kater wieder herauskam.

Irgendetwas an der Erscheinung der Katze kam Sina vertrauenswürdig vor. Ein reundlicher, aber auch vorsichtiger Ausdruck lag in seinen Augen und er war irgendwie anders als die anderen Waldkatzen. Der Kater sprach: "Ich bin der Anführer dieses Clans und heiße Feuerstern. Meine Krieger haben dich auf unserem Territorium schlafend gefunden. Was hast du dazu zu sagen?"

Sina, die allmählich zu der Feststellung gekommen war, dass es am besten wäre, sich als kleines verirrtes Hauskätzchen auszugeben, sagte mit leicht zitternder Stimme: "Ich bin keine Gefahr für euch, denn ich habe mich verirrt. Ich lebe eigentlich bei meinen Hausleuten. Wer seid ihr und wo bin ich hier?"

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Kapitel Zwei: Kapitel Zwei
Kapitel Drei: Kapitel Drei
Kapitel Vier: Kapitel Vier
Kapitel Fünf: Kapitel Fünf
Kapitel Sechs: Kapitel Sechs

©2018 SchreibKunst-Blog/ Sophia Böcker (7b)

Seit ich aus Perskeys Zauberschrank gekommen bin, suche ich Prosper und Bo, Scipio, Viktor, Wespe, Mosca und Riccio. Es ist wahr: Venedig hat zu viele Gassen und Gänge. Ich könnte ja für Jahre suchen!!! Zum Glück bin ich auf die Idee gekommen, jemanden nach Viktors Adresse zu fragen. Jetzt heißt es ab in seine Richtung! Aber wenn Viktor schon gefangen ist, wäre es doch blöd, wenn ich nur eine leere Wohnung finden würde. Also umdrehen und zu meinem vorherigen Standort zurückgehen. Perskey hat ja das Buch in den Schrank mit reingeworfen, also hab ich einen Wegweiser.

Mal sehen -hmm- ah, hier, Seite 120: Fondamenta Bollani 233. Also! Doch etwas Nüzliches in diesem Buch! Genauso wie im Buch gibt es einen Kiosk in der Nähe, hinter dem ich mich gut verstecken kann, um zu warten bis Scipio rein- oder rauskommt.

Ahh! Endlich, da ist Scipio! Ich laufe zu ihm hin, und frage ihn, ob er kurz Zeit hat.

Wie erwartet lehnt er ab, aber in der langen Zeit hinter dem Kiosk hab´ ich mir schon eine Drohung ausgedacht: "Wenn du nicht mit mir sprichst, gehe ich zum Sternenversteck und sage allen, wer du wirklich bist.

Das sitzt. Scipio wird kreidebleich und starrt mich entgeistert an. Ich lächele nett und frage: "Jetzt willst du wissen, woher ich dich und deine Freunde kenne, stimmt´s?"

Er nickt, fasst sich und fragt mich erstaunt ( im Buch ist er zwar nie so erstaunt wie jetzt, aber ich find ihn so erstaunt eher wie einen Menschen und nicht wie irgendeine blöde Comicfigur): "Wer bist du überhaupt?" "Gestatten: Joey Habermann-Kant. Eigentlich heiße ich Johanna, aber niemand nennt mich so."

"Du weißt wahrscheinlich, wie ich heiße, aber: Scipio Massimo, Sohn von Dottore Massimo dem dritten. Und woher weißt du jetzt so viel über mich?"

Ich gebe ihm das Buch, das plötzlich wunderbarerweise auch auf Italienisch ist, und sage: "Wenn du das hier liest, weißt du es. Es wird schon spät und ich gehe in das Hotel, wo ich ein Zimmer gebucht hab. Morgen treffen wir uns wieder hier, dann können wir reden."

Heute komme ich ganz früh zum Kiosk.

Scipio wartet schon auf mich, und ich sehe schon von Weitem, wie aufgeregt er ist. "Wir trauen dem Conte nie!", ruft er mir entgegen, "und ich werde nie erwachsen!" Ich komme ihm schon näher. "Hier ist dein Buch. Ich muss sofort zum Sternenversteck! Du kommst natürlich auch mit."

Im Sternenversteck erzählt Scipio erst einmal, wer er wirklich ist. Zum Glück ist niemand so ärgerlich, dass Scipio gehauen wird. Ich schlage vor, dass wir alle zu Viktor gehen, der im Badezimmer gefesselt ist, und ihm sagen, dass er nach Hause gehen kann, unter der Bedingung, dass er es schafft, Esther Hartlieb aus Venedig zu vertreiben. Sobald wir das geschafft haben, gehen wir zu Ida Spavento, genau so wie im Buch. Die andren stimmen mir zu, nachdem ich sie überzeugt hab, dass Viktor genau das tut, was er tun soll.

Ich glaube, ich mache Bücher reparieren zu meinem Beruf.

Also, wenn ich keine Schule hab.

©2018 SchreibKunst-Blog/ Paulina Dauth (7b)

Mia betritt schüchtern den Klassenraum. Sie setzt sich auf den einzig freien Stuhl, ganz vorne, direkt vor der Lehrerin. Hinter sich hört sie leises Geflüster, hier und dort ein leises „Streberin“.

Die Lehrerin teilt Arbeitsblätter aus. Kennlernbögen - gleich stürzt sich eine Horde von Mädchen auf sie, und sie stellen Ihr all die Fragen auf dem Arbeitsbogen. Doch die Antwort interessiert niemand - sie selbst kommt nicht zu Wort. Am Ende ist sie die einzige die nichts auf ihrem Blatt stehen hat.

So hat sie sich ihren ersten Schultag nicht vorgestellt.

Wehmütig erinnert sie sich an Zuhause. An ihre beste Freundin, und wie sie zusammen geweint hatten, als ihre Eltern entschlossen hatten nach Deutschland zu gehen - zurück in das Heimatland ihrer Mutter. Ein Land, in dem Mia selbst vor langer Zeit und auch nur ein Jahr gelebt hat, ein fremdes Land. Damals waren sie hiergeblieben, weil ihre Mutter krank wurde, und sie nicht zurückkonnten. Dieses Mal sind sie gekommen, um Arbeit zu finden. Wie sich die Kinder dabei fühlen, war vollkommen egal.

Traurig geht Mia in die Pause. Ein paar Jungs aus ihrer Klasse kommt auf sie zu, und als sie schüchtern „Guten Tag“ sagt, rufen die Jungen: „Guten Tag! Sie hat Guten Tag gesagt!“ „Morsche heißt das, vielleicht auch Moin!“. „Guten Tag! Die redet ja wie Astrid Lindgren!“ „Hey, Mädchen, kannste etwa kein Deutsch?“ „Ohh, jetzt ist sie beleidigt“ die Jungs gehen lachend weiter.

„Sind mir doch egal“, murmelt Mia leise, „und was haben sie gesagt? Morsche? Ernsthaft?“ ärgerlich geht sie weiter. Bald merkt sie, dass sie ganz allein auf dem Schulhof ist.

Mia wundert sich, wo alle Kinder sind ...weiterlesen "Morsche, Moin, Hä?"

Wir schreiben das Jahr 2049.In den letzten zehn Jahren wurde die Erde von Katastrophen heimgesucht und es gibt immer mehr Menschen, die wegen Krieg, Dürren, Fluten und dergleichen in schrecklicher Not sind. Morgen wird eine wichtige wissenschaftliche Konferenz zur Lösung dieser Probleme in Berlin stattfinden, die große Auswirkungen auf die Entwicklung der Menschheit haben könnte. Aus jedem Land werden die genialsten Wissenschaftler erscheinen. Ihr Ziel wird es sein durch Zusammenarbeit neue Ideen und Forschungserkenntnisse zur Bekämpfung der Krisen zu sammeln. Mit dabei ist auch eine sehr junge Forscherin, Dr. Marina Schall.

Marina Schall ist eine sehr engagierte Wissenschaftlerin und ist daher eine der Personen die Deutschland bei der Konferenz repräsentieren darf. Sie zeigte schon in ihrer Jugend großes Interesse an komplizierten Erfindungen aller Art und fiel immer durch großen Ideenreichtum auf. Sie wurde sehr erfolgreich. Vor einigen Jahren war ihr der Durchbruch gelungen, als sie mit ein paar anderen Wissenschaftlern aus anderen Ländern einen Teleporter erfand. Er wird nun an katastrophengefährdeten Orten eingesetzt um Menschen bei Gefahr in Sicherheit zu bringen.

An dem Tag vor der Konferenz reiste Marina nach Berlin. Sie war müde von ihren Forschungen, die sie teilweise tagelang wach gehalten hatten. Enttäuscht musste sie am Ende jedoch registrieren, dass all dies nichts nützte. Es war als fehlte der Wissenschaft ein kleiner Teil ohne den sie nicht vorankommen konnte. Es frustrierte sie über alle Maßen.

Es war tiefe Nacht, ungefähr zwei Uhr, als sie durch einen einsamen Park zu ihrem Hotel gehen wollte, als etwas Seltsames passierte. Langsam sah sie ein blendendes, grelles Licht die Wolken am Himmel erleuchten. Alle ihre Instinkte rieten ihr wegzulaufen, sich zu verstecken oder Hilfe zu holen. Doch ihr neugieriger Forschergeist übernahm die Führung, sodass sie unsicher zitternd stehen blieb. Das Licht wurde größer und nun erkannte sie eine runde Form. Daraufhin sah sie schnell blinkende gelbe und rote Lämpchen an den Seiten des jetzt riesenhaften Luftgefährtes blinken. Erstaunt erkannte sie was sie da beobachtete. Bei früheren Expeditionen hatten sie schon genug finden können um sich ein klares Bild davon zumachen. Jedoch übertraf das echte Transportmittel alle ihre Vorstellungen. Denn dieses wundersame Gefährt schien ein Ufo zu sein!

Plötzlich erschauderte sie und fühlte kurz darauf eine tiefe Schwärze in sich aufsteigen. Sie ließ ihre Tasche fallen, schwankte und fiel um. Das Letzte was sie spürte waren Hände, die sie in Richtung des Ufos trugen. Dann tauchte sie in eine tiefe Dunkelheit ein.

Marina schlug die Augen auf. Sie fühlte sich sehr wohl, gähnte und fragte sich verwundert, was mit ihr geschehen war.Plötzlich stürmten alle Ereignisse des Abends auf sie ein. Ruckartig setzte sie sich auf und sah sich um. Sie lag auf einem beigefarbenen Sofa in einem karg eingerichteten Raum, in der nur noch eine kleine Kommode und ein Tisch mit Stühlen waren. Sie stand auf und ging auf eine niedrige Tür zu, hinter der sich ein kleines, bequem eingerichtetes Badezimmer befand. Als Nächstes kam sie an ein großes Fenster, das durch hellgrüne Vorhänge verborgen war. Sie riss ihn zur Seite und blickte verblüfft auf die Landschaft, die sich ihr bot: Eine grüne Wiese erstreckte sich vor ihr und nur vereinzelt waren merkwürdig geformte silberne Häuser zu sehen. Dahinter bemerkte sie einen Wald mit Baumarten, die sie noch nie zuvor gesehen hatte. Außerdem glaubte sie den Blick auf einen Bach erhaschen zu können. Geschockt fragte sie sich, wo sie wohl sei und warum man sie entführt hatte. War sie auf einem anderen Planeten? Wer waren die Entführer? Wollten sie ihr Böses? ,,Nein!´´ ,beruhigte sie sich, ,,wenn sie mir irgendetwas hätten antun wollen, dann hätten sie das gleich gemacht und nicht am nächsten Tag.´´ Als sie sich umdrehte, wurde sie jedoch wieder erschreckt. Vor ihr lag plötzlich ein üppiges Frühstück auf dem Tisch. Sie war sich ganz sicher, niemanden gehört oder gesehen zu haben. Wie war so etwas möglich? Verwirrt inspizierte sie das Mahl. Sie kannte die Speisen. Nur einige dreieckige bunte Früchte hatte sie noch nie gesehen. Marina spürte einen stechenden Hunger, sie hatte seit dem letzten Morgen nichts mehr gegessen. Also entschloss sie sich das Frühstück anzurühren.

Nachdem sie den schlimmsten Hunger beseitigt hatte, ging sie vorsichtig auf die letzte Tür, die sie noch nicht inspiziert hatte, zu. Diese Tür musste theoretisch hinausführen. Mit der Erwartung, dass sie geschlossen sein würde, drückte sie beherzt auf die Klinke. Zu ihrer Überraschung öffnete sich die Tür lautlos. Gespannt und ein bisschen ängstlich lugte sie durch einen schmalen Spalt heraus auf ein geräumiges Zimmer, das wie eine Stube eingerichtet war. Auf einer Couch saßen eine Frau, deren Aussehen ihr irgendwie bekannt vorkam, und ein Mann und unterhielten sich. Über was, konnte Marina allerdings nicht verstehen, denn sobald sie sie gesehen hatte, verstummten die beiden und sahen auf als hätten sie ihre Blicke gespürt.

Für einen Moment war Marina unsicher, was sie tun sollte. Doch dann fühlte sie heiße Wellen der Wut durch sie hindurch strömen. Diese Empfindung gab ihr allen Mut den sie brauchte. Sich mühsam kontrollierend trat sie auf die beiden Personen zu, die gerade Luft holten um etwas zu sagen, doch Marina fing sofort an, mit vor Wut unterdrückter Stimme, zu sprechen: ,,Ich möchte sofort wissen, was hier los ist. Wie kommen Sie dazu, mich zu entführen? Was wollen Sie von mir?´´ Mit schriller Stimme, in die sich leise Verzweiflung schlich, ergänzte sie: ,,Ich verlange, dass Sie mich wieder freilassen und mir erklären, was das hier soll!´´ Die Frau trat einen Schritt auf sie zu und machte eine beruhigende Geste, doch Marina wich zurück. Was erwarteten diese Leute? Dass sie mit ihnen an den Tisch gehen und Kaffee trinken würde? Schaudernd dachte sie an das Gefährt, dass vermeintlich ein Ufo gewesen war. Wenn dem so war, hatte sie es hier vielleicht mit Außerirdischen zu tun. Nun sprach der Mann zu ihr: ,,Bitte, lassen Sie es uns erklären. Wir bedauern die unbequemen und erschreckenden Umstände mit denen Sie hierher gebracht wurden. Wenn Sie uns aber zuhören würden, könnten wir Ihnen für alles unsere Gründe erklären, Dr. Schall. Lassen Sie mich Ihnen bitte zuerst ein paar Fragen stellen. Sie sind doch zu diese Konferenz gegen Krisen in Berlin eingeladen worden, oder? Und -´´ ,,Wie kommen Sie dazu mir Fragen zu stellen? Und ja, ich war zu der Konferenz eingeladen, bis Sie dafür sorgten, dass ich sie verpasste! So, jetzt bin ich dran. Woher kennen Sie meinen Namen? Wo bin ich hier? Wer sind Sie? Warum haben Sie mich hierher gebracht und wann lassen Sie mich endlich gehen? Was wollen Sie von mir? Wieso habe ich ein Ufo gesehen? Sind wir auf einem anderen Planeten? Ist Ihnen -´´ ,,Warten Sie´´ ,mischte sich nun die Frau in unser Gespräch ein, ,,wir erzählen Ihnen jetzt alles. Bitte setzen Sie sich.´´ Sie wies auf einen Stuhl und setzte sich mir gegenüber. ,,Okay, mein Name ist Kim Wolkner und das ist mein Arbeitskollege Theodor Silb. Wir arbeiten bei der internationalen Raum-Zeit-Zentrale als Forscher zum Thema Wissenschaft der Vergangenheit. Wir beschäftigen uns damit, dass die Zeit nicht verrückt, sodass alles seinen Lauf nimmt. Und bevor Sie fragen, dieses ,,Ufo´´ nennen wir ,,Zeittransfermaschine 3080´´. Denn das ist dass Jahr indem wir uns befinden, Jahr 3080. Frau Schall, sie befinden sich immer noch auf der Erde, nur 131 Jahre später.´´,,Aber wie ist das möglich? Ich brauche Beweise!´´ unterbrach Marina sie interessiert, aber ungläubig. ,,Reicht Ihnen die Maschine, die sie sahen denn nicht? Außerdem werden wir Ihnen später viel mehr zeigen.´´ ,,Wir glauben, dass die Ufos von Außerirdischen sind´´,erklärte Marina nun nachdenklich, ,,Wieso haben Sie sich uns dann nicht offenbart. Ich bin mir sicher, Sie könnten uns sehr viel unterstützen.´´ Nun nahm Herr Silb wieder das Gespräch auf: ,,Wir konnten uns Ihnen nicht offenbaren, da davon nichts in unserer Geschichte verzeichnet ist.´´ ,,Ich verstehe. Es könnte große Auswirkungen auf die Zukunft bzw. Ihre Gegenwart haben, nicht wahr?´´ ,,Genau! Und das bringt uns auf den Grund, weshalb wir Sie hierher gebracht haben.Sie müssen der Menschheit helfen. Wir beobachten euch und wissen das ihr viele ungelöste Probleme in Wissenschafts- und Krisenbereichen habt. Deshalb möchten wir dir das hier mitgeben.´´ Mit diesen Worten nahm er ein kleines Kästchen heraus und überreichte es Marina. Die betrachtete es interessiert und fragte danach mit schmalen Augen:,,Was ist das? Ich kenne diese Chemikalie in der Box nicht.´´ Frau Wolkner nickte: ,,Das sollten Sie auch nicht. Stellen Sie keine Fragen mehr darüber, wir dürfen Ihnen nur sagen, dass sie beim Erforschen alles Notwendige erfahren werden um viele Probleme zu lösen. Weswegen denken Sie, sieht es bei uns so friedlich aus?´´ Marina spürte Freude, aber auch die Last der Verantwortung in sich. Sie hatte so viel geforscht, ohne ein Ergebnis, dass sie beinahe aufgegeben hätte. Und nun saß sie hier in der Zukunft und hielt in ihren Armen wahrscheinlich die Rettung der Menschheit. Ehrfurchtsvoll und mit einem Schimmern ihres alten Forschergeists in den Augen antwortete sie: ,,Ich verspreche es sicher zu dem Kongress zu nehmen.´´ Denn eines war ihr klar: Mit einer Zeitmaschine würde sie in jedem Fall rechtzeitig ankommen. ,,Okay´´, meinte Herr Silb,"dann sollten wir uns nun auf den Weg zum Flugplatz machen. Wir haben uns extra diese Hütte ausgesucht um Ihnen alles zu erzählen. Diese Mission ist zwar geheim, aber wir wollten trotzdem sichergehen, dass Sie nicht plötzlich einen Journalisten unter Ihrem Fenster treffen, der ganz wild darauf ist einen Menschen aus der Vergangenheit zu filmen. Ich sehe Sie haben schon alle Ihre Sachen bei sich, wir sind auch schon bereit. Wir nehmen den Teleporter.´´ Erstaunt sah Marina ihn an. ,,Ihr benutzt ihn immer noch?´´ ,,Natürlich wurde das Modell schon tausendfach ausgebessert, aber Ihre Erfindung hat sich als sehr nützlich erwiesen.´´ ,erzählte er augenzwinkernd

Der Teleporter befand sich in einem kleinen Raum. Marina bemerkte sofort hier und da kleine Veränderungen. Nach der angenehmen Fahrt schlug sie die Augen auf und befand sich in einer riesigen Halle. Blinzelnd sah sie neben sich ihre Begleiter stehen. Vor ihnen ragte das gleiche Fahrzeug auf, welches sie schon als Ufo betrachtet hatte. Der Mann wollte gerade einsteigen, da sagte Frau Wolkner zu ihm:,,Ich bespreche es jetzt mit ihr, ok?´´ Herr Silb nickte und Marina fragte sich nur, was nun schon wieder Neues passieren würde. Die Frau führte sie wortlos in einen benachbarten Flur, wobei Marina plötzlich wieder den Eindruck bekam,sie müsste sie kennen, und schritt dann mit ihr zu einem Fenster. ,,Ich finde Sie haben es verdient das hier vor Ihrer Abreise zu sehen. Machen Sie sich nicht so viele Sorgen um die Erde, Frau Schall, es wird alles gut.´´ Und als Marina diese Worte hörte und gleichzeitig die Stadt sah, die sich vor ihr erstreckte, wusste sie das die Frau aus der Zukunft Recht hatte.

Am fernen Horizont, der nun schon untergehenden Sonne, sah sie den Wald von der anderen Seite mit dem Bach im roten Licht aufleuchten. Davor erkannte sie die Umrisse einer riesigen Stadt mit den schönsten, kreativsten und modernsten Gebäuden, die sie je gesehen hatte. Staunend sah sie am Himmel riesige Vögel fliegen und erkannte mitten in der Großstadt eine große grüne Fläche in deren Mitte ein geheimnisvoll silbrig-blauer See funkelte. Sie entdeckte keine Fabriken und fragte sich neugierig was die Zukunft wohl für Erfindungen bereithielt.

Eine Stimme riss Marina aus ihrem Tagtraum. Frau Wolkner fuhr mit ernster Stimme fort:,,Es gibt noch etwas Wichtiges was Sie unbedingt auf der Erde beachten müssen. Sie dürfen niemandem von der Zukunft erzählen. Denken Sie sich eine Geschichte aus, wie Sie zu der Chemikalie gekommen sind. Sonst ändert sich der Verlauf der Geschichte. Denken Sie bitte unbedingt daran! Sonst finden wir Sie vielleicht zu einer anderen Uhrzeit oder überhaupt nicht und unser ganzes Gespräch verändert sich!´´ ,,Natürlich, ich werde daran denken´´ ,versprach Marina. Nachdem sie noch einen letzten, sehnsüchtigen Blick in Richtung friedliche Stadt geworfen hatte, ging sie zurück zur Zeittransfermaschine 3080. Dort verabschiedete sie sich von ihren beiden Begleitern, denn die Maschine würde automatisch fliegen. Leise flüsterte die Frau ihr noch freundschaftlich ins Ohr: ,,Sei nicht traurig, dass du diese Welt verlassen musst. Du hast eine viel wichtigere Aufgabe als wir anderen zusammen. Irgendwann werden auch deine Nachfahren in einer Welt aus weniger Katastrophen und Krisen aufwachsen.´´Bei diesen Worten sah sie Marina liebevoll an, als würde dahinter mehr stecken, als die Forscherin wusste. ,,Und denk immer daran, wenn du das hier vermisst: Morgen wird alles wieder besser.´´

Und mit diesen Worten im Kopf stieg Marina Schall in die Maschine und reiste in ihr normales Leben zurück. Sie stieg aus dem Gefährt und sah ihm nach wie es langsam in der Dunkelheit verschwand. Dann sah sie auf die Uhr. Sie musste sich beeilen, wenn sie vor dem Kongress noch etwas Schlaf nachholen wollte. Glücklich und gespannt auf den nächsten Tag, dachte Marina: ,,Frau Wolkner hatte wirklich Recht, morgen wird alles wieder besser.´´

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