{"id":987,"date":"2018-06-12T00:00:38","date_gmt":"2018-06-11T22:00:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luo-darmstadt.de\/schreibkunst\/?p=987"},"modified":"2018-06-11T19:40:11","modified_gmt":"2018-06-11T17:40:11","slug":"der-zauberschrank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.luo-darmstadt.de\/schreibkunst\/der-zauberschrank\/","title":{"rendered":"Der Zauberschrank"},"content":{"rendered":"<p>Ich blickte in das blaue Auge des gro\u00dfen Persky, das durch den T\u00fcrspalt lugte. Ein schmaler Lichtstrahl kam durch die \u00d6ffnung ins Innere sonst war alles dunkel. Fest klammerte ich mich an mein Buch. Persky grinste breit wobei die Falten um seine Augen spielten: \"Bereit?\", fragte er. Nein!, wollte ich schreien. Ich wollte hinausrennen in Sicherheit, doch ich nickte und k\u00e4mpfte gegen meine immer gr\u00f6\u00dfer werdende Panik an. Mit einem Knarren schloss der Zauberer die T\u00fcr. Ich atmete tief durch, doch es half nichts. Was, wenn ich mitten in einem Kampf landen w\u00fcrde? Es wirbelten noch so viele andere Fragen durch meinen Kopf, doch ich hatte nicht viel Zeit zum Nachdenken. Entfernt h\u00f6rte ich das dreimalige Klopfen. Es hallte in meinen Ohren nach wie ein Echo. Ich spielte noch mit dem Gedanken aus dem Schrank zu klettern, doch da wurde ich schon in einem Strudel aus Licht verschluckt. Ich strampelte \u00e4ngstlich bis ich bemerkte, dass ich schwebte. Ich schwebte! Es f\u00fchlte sich komisch an, aber dennoch war es nach all dem Stress der letzten Tage ein befreiendes Gef\u00fchl. Ich war frei und flog mit dem hellen Schein. Als ich ihn streifte stoben die bunten Lichtpartikel auseinander. Pl\u00f6tzlich wurde mir klar, dass ich teil des Lichtes war. Nicht ich bewegte mich im Licht, sondern das Licht bewegte sich um mich. Langsam ver\u00e4nderte es sich und kitzelte meine Nase. Ich lachte und drehte mich. So ausgelassen hatte ich mich schon lange nicht mehr gef\u00fchlt. Weit entfernt sah ich etwas. Zuerst konnte ich es nicht genau erkennen, doch dann schimmerte mir ein gr\u00fcnes Licht entgegen. Einerseits war ich traurig, als mir klar wurde, dass meine Reise schon zu Ende war, aber da war noch ein anderes neues Gef\u00fchl. Die Aufregung, die mir unter der Haut kribbelte. Das musste der Wald sein. Der Ort zu dem ich schon, seit ich denken konnte, wollte. Schnell, so schnell wie Lichtgeschwindigkeit rast ich darauf zu. Einige Sekunden sp\u00e4ter krachte ich in Gestr\u00fcpp und verlor den Halt. Meine Aufregung verwandelte sich in Entsetzen, als ich feststellte, dass ich st\u00fcrzte. Ich blinzelte, versuchte verzweifelt, mich irgendwo festzuhalten. Kr\u00e4ftige Z\u00e4hne packten mich und hievten mich hoch. Panisch strampelte ich mit den Beinen, bis ich festen Halt hatte. Ich bohrte die Krallen in die Rinde des Baumstammes und drehte mich um. An den Baumstamm geklammert blickte ich zu meiner Retterin auf. Ich sah in die erleichterten blauen Augen einer schmalen graugetigerten K\u00e4tzin. \u00dcberrascht merkte ich, dass ich sie sofort erkannte. Ich wusste wer sie war und es kam mir so vor, als w\u00fcrde ich sie schon lange kennen. An Dinge, die im Buch nicht geschrieben standen und Ereignisse, von denen nie die Rede war, erinnerte ich mich. \"Danke Ru\u00dfpfote!\", hauchte ich instinktiv. \"Pass n\u00e4chstes Mal einfach besser auf\", sagte Ru\u00dfpfote sanft. Ihre Augen blitzten und sie f\u00fcgte schnippisch hinzu, \"Nochmal kann ich dein Gewicht nicht halten!\" Ich wusste was nun passieren w\u00fcrde, ich hatte diese Stelle hundertmal gelesen. Gleich w\u00fcrde Ru\u00dfpfote auf den n\u00e4chsten Ast unter uns springen. Sie spannte die Muskeln sprungbereit an. Stopp!, wollte ich rufen, aber mein Mund gehorchte mir nicht. Ich konnte nur wie versteinert dastehen. Ehe ich es verhindern konnte sprang die K\u00e4tzin geschmeidig durch die Luft. Es war genauso, wie ich es mir immer vorgestellt hatte. Ich konnte ihren Sprung wie in Zeitlupe sehen, sah ihre zusammen gekniffenen Augen und ihre gespannte Haltung, den gestreckten Schwanz und die ausgestreckten Pfoten. Ihre Vorderpfoten kamen auf, der Ast schwankte kurz unter ihrem Gewicht. Ich wollte die Augen zukneifen und sie nie wieder aufmachen, doch sogar dazu war ich nicht in der Lage. Ich h\u00f6rte ein Knacken als der Ast brach und sah, wie sie mit einem angstvollen Aufschrei in die Tiefe st\u00fcrzte. Ihre Augen huschten zu meinen. Sie schienen mich anzuflehen ihr zu helfen, aber wenn ich sie hielt w\u00fcrde die ganze Geschichte durcheinander geraten. \"Verzeih mir\", wisperte ich. Ein Schmerz so gro\u00df, dass ich dachte ich m\u00fcsste von ihm erdr\u00fcckt werden durchschoss mich, als ich den dumpfen Aufprall und das Knacken ihres Knochens, gefolgt von einem verzweifelten Schrei von Farnpelz h\u00f6rte. Ich war schuld, dass Ru\u00dfpfote gest\u00fcrzt war. Ich muss weg! Nur dieser Gedanke erf\u00fcllte meinen Kopf und machte sich breit, bis ich an nichts anderes mehr dachte. Ich zitterte, ich wollte schreien, ich wollte einfach nur noch fort und ich wollte ... ich wollte Ru\u00dfpfote nicht ansehen m\u00fcssen. Ihr verdrehtes Bein k\u00f6nnte ich nicht sehen, ihre Klagelaute k\u00f6nnte ich nicht h\u00f6ren und zuzusehen wie es sie qu\u00e4lte w\u00fcrde ich nicht aushalten k\u00f6nnen. \"Bitte!\", kr\u00e4chzte ich mit tonloser Stimme. Kraftlos probierte ich es noch einmal, schloss diesmal dabei die Augen. \"Bitte lasst mich an einen gl\u00fccklicheren Ort.\"<\/p>\n<p>Entt\u00e4uscht schnaufte ich auf. Es hatte nicht funktioniert. Ich \u00f6ffnete die Augen wieder. \"He Mauspfote, zapple nicht so wie ein Fisch an Land! Es gibt andere, die noch schlafen wollen!\" \"Tut ...tut mir leid\", murmelte ich verwirrt und rappelte mich auf. Ich lag im Sch\u00fclerbau inmitten der irgendwie vertrauten K\u00f6rper meiner Baugef\u00e4hrten. Aber wie konnte das sein? Der gro\u00dfe Persky hatte nie erw\u00e4hnt, dass man seine Buchreisen kontrollieren kann. \"Mauspfote?\", h\u00f6rte ich eine Stimme. Spinnenbein, dachte ich, verwundert \u00fcber die Tatsache, dass ich die Stimme meines Mentors erkannte, obwohl ich sie noch nie vorher geh\u00f6rt hatte.<\/p>\n<p>\"Haselpfote\", vernahm ich nun eine andere Stimme. Borkenpelz. Ich blickte in das Nest zu meiner Linken. Die schlanke Gestalt meiner Schwester regte sich nicht. Pl\u00f6tzlich wurde mein Herz leicht, als ich auf sie hinabblickte. Stolz und Zuneigung durchstr\u00f6mten mich. F\u00fchlt es sich so an, eine kleine Schwester zu haben? Wieder erklangen die Stimmen und Ich stupste sie sacht mit der Schnauze in die Seite. ,,Aufstehen\", fl\u00fcsterte ich ihr ins Ohr. Ein Schnurren stieg in meiner Kehle auf, als sie knurrend nach meiner Schnauze schlug und maulte. \"Gerade wollte ich diese sch\u00f6ne fette Maus fangen. Musstest du mich unbedingt jetzt wecken?\" \"Ja, musste ich du verschlafene FelIkugel\", entgegnete ich und wich einer weiteren wirbelnden Pfote aus. \"Das wirst du mir b\u00fc\u00dfen\", miaute Haselpfote und rappelte sich mit kleinen Moosfetzen im Pelz auf. Schnell huschte ich durch die \u00fcbrigen Nester zum Ausgang. Hinter mir sp\u00fcrte ich den warmen Atem meiner Wurfgef\u00e4hrtin. Ich zw\u00e4ngte mich durch das Dickicht hinaus in die k\u00fchle Morgenluft.<\/p>\n<p>Helles Licht blendete mich und der Wind streifte mein Fell. Bevor ich richtig mitbekam was passierte, sp\u00fcrte ich ein schweres Gewicht auf mir. Ich rollte mich zur Seite und sah Haselpfotes beiges Fell und ihre gr\u00fcnen Augen. Alles wirbelte um mich herum. Licht sammelte sich um mich. Ein Strom zog mich mit, doch ich wehrte mich, versuchte dagegen anzukommen. Ich wollte noch nicht zur\u00fcck, gerade jetzt, wo ich dabei war, den Alltag einer DonnerClan-Katze zu erleben. Doch trotz meiner Gegenwehr klammerte sich etwas an meinen Schwanz, zerrte unbarmherzig an meinem Fell und riss mir die Pfoten unter dem K\u00f6rper weg. Ich wollte schon aufgeben und mich dem Licht beugen, da bemerkte ich, dass das Licht nachlie\u00df und Dunkelheit umgab meinen K\u00f6rper. Sie kroch meinen Nacken hinauf und str\u00e4ubte mein Fell. F\u00fcr einen Moment sp\u00fcrte ich nichts au\u00dfer meiner Ersch\u00f6pfung und dem erdr\u00fcckenden Gef\u00fchl, das auf meiner Brust lag. Langsam sah ich wieder klarer und h\u00f6rte den entsetzten Aufschrei, als Haselpfote mit einem Ruck von mir heruntergerissen wurde und sich eine andere Gestalt \u00fcber mich beugte, eine getupfte weiche K\u00e4tzin, die stark nach s\u00fc\u00dfen Kr\u00e4utern roch.<\/p>\n<p>Als ich ihre Stimme h\u00f6rte, war ich mir sicher. Das war Blattsee, Eichhornschweifs Schwester, Feuersterns Tochter, L\u00f6wenpfotes, H\u00e4herpfotes und Distelpfotes Mutter, die Heilerin des DonnerClans. Behutsam schn\u00fcffelte sie an meinem Pelz und tastete meine bebende Flanke ab. \" Na, da ist wohl einer noch nicht ganz wach!\", miaute sie und ich h\u00e4tte schw\u00f6ren k\u00f6nnen, das in ihrem Mauzen die Spur eines Schnurrens lag. \" Keine Sorge, das wird schon wieder. Du hast nur eine leichte Prellung an der Schulter und bist auf den Kopf gefallen.\" \"Tut mir echt leid.\", Haselpfote dr\u00e4ngte sich neben Blattsee, \" Tut es sehr weh?\" \" Nein, ist halb so wild\", ich rappelte mich vorsichtig auf die Vorderpfoten.\" Ja, wahrscheinlich ist nichts, aber ... \", die Heilerin hielt kurz inne und blickte nachdenklich. Was \u00fcberlegte sie noch? Mit mir war schon alles in Ordnung, ich wollte unbedingt jagen, bevor dieser komische Lichtstrudel wieder kam und mich mitrei\u00dfen wollte, weg aus dem Territorien der Clans. \"Aber du solltest bei mir im Lager bleiben, damit ich dich behandeln kann, falls du Kopfschmerzen bekommst oder dir schwindelig wird. In so einem Zustand kannst du unm\u00f6glich zu deiner Jagdpr\u00fcfung losziehen.\" Bei diesen S\u00e4tzen sp\u00fcrte ich fast, wie sich ein Riesenklo\u00df in meinem Hals bildete, aus zweierlei Gr\u00fcnden. Ich musste raus gehen und den Wald kennenlernen, oder sollte ich hier bis zu meiner Heimkehr im Lager festsitzen. Aber Jagdpr\u00fcfung? Wie um alles in der Welt sollte ich die f\u00fcr Mauspfote bestehen?\"<\/p>\n<p>Egal ich schaff das schon, ich hab die Pr\u00fcfung ja bereits bestanden\", zu sp\u00e4t merkte ich das ich das laut ausgesprochen hatte. Blattsee sah mir eindringlich in die Augen. \"Alles in Ordnung?\", fragte sie.\" Klar, alles in Ordnung!\", schnell rappelte ich mich auf. Leider zu schnell. Ich taumelte und w\u00e4re fast wieder hingefallen, doch ich hielt mich aufrecht und streckte meinen Schwanz, um mich aus zu balancieren. \" Ich schaff die Pr\u00fcfung schon. Um mich m\u00fcsst ihr euch keine Sorgen machen.\", sagte ich und versuchte dabei mich gesund und kr\u00e4ftig anzuh\u00f6ren. Blattsee musterte mich zwar skeptisch, zeigte aber mit einem Zucken ihres Schwanzes ihr Einverst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p>Daraufhin entfernte sie sich in Richtung Kinderstube. Erleichtert drehte ich mich um. Ohne ein Wort drehte Spinnenbein sich um und lief aus dem Dornentunnel, gefolgt von Borkenpelz und Brombeerkralle. Mich wunderte es, das Spinnenbein f\u00fchrte und nicht etwa der zweite Anf\u00fchrer oder der \u00e4ltere Krieger. Da die beiden aber redeten und sich nicht darum k\u00fcmmerten, folgte ich ihnen einfach. Seite an Seite mit Haselpfote und Beerenpfote. Die Jagdpr\u00fcfung verging wie ein Traum. Stolz tappte ich mit einem Eichh\u00f6rnchen, und zwei Spitzm\u00e4usen im Maul hinter meinem Bruder durch den Dornenwall, der das Lager sch\u00fctzend umschloss. Beerenpfote hatte einen Hasen erwischt und eine W\u00fchlmaus, w\u00e4hrend meine Schwester mit einer Elster und ebenfalls einer W\u00fchlmaus folgte. Als ich meine Beute neben die der anderen auf den Frischbeutehaufen legte, kam Minka mit eilendem Schritt auf uns zugest\u00fcrmt. \"Mauspfote\", zeterte sie, \"Lass dich putzen. Du siehst ja aus als w\u00e4rst du durch einen Dornenbusch gerannt. M\u00f6chtest du bei deiner Kriegerzeremonie aussehen wie ein ungepflegter Streuner?\" Ich sp\u00fcrte wie sie um mich strich und ihre raue Zunge \u00fcber mein Ohr fuhr. Auf einmal empfand ich tiefe Zuneigung zu der K\u00e4tzin, die ja irgendwie meine Mutter war. Trotzdem zuckte ich schnurrend zur\u00fcck, \"Ich bin kein Junges mehr, ich kann mich also gut allein putzen.\" \"Genau, das sollte man eigentlich meinen, man sieht es nur nicht.\", erwiderte Minka schroff, lie\u00df aber von mir ab. Stattdessen strich sie um Beerenpfote und Haselpfote. Feuriger Stolz gl\u00fchte in ihren Augen, als sie uns drei anblickte. Haselpfote h\u00fcpfte vor Aufregung von einem Bein auf das andere, w\u00e4hrend mein Bruder mit hochgerecktem Kinn und gl\u00e4nzendem Fell, er sah schon wie ein Krieger aus. Sofort stellte ich mich etwas gerader.<\/p>\n<p>Mich \u00fcberkam das komische Gef\u00fchl, mit ihnen Mithalten zu m\u00fcssen. Als wir Feuersterns beruhigende Stimme h\u00f6rten, tappte ich automatisch neben meine Geschwister. Vorsichtig stie\u00df Minka uns nach vorne. \"Ihr werdet die besten Krieger des Clans sein.\", fl\u00fcsterte sie noch und strich mit der Zunge abermals \u00fcber Haselpfotes Ohr. Haselpfote duckte sich daraufhin fauchend weg. Ein Schnurren stieg mir in der Kehle auf, als wir durch den Gang liefen, der unser Clan f\u00fcr uns gebildet hatte. Mein Clan! Ich schwor mir ihn zu sch\u00fctzen. Als wir in der Mitte der Lichtung standen, sp\u00fcrte ich alle Blicke auf meinem Pelz.<\/p>\n<p>Ich schluckte schwer und blickte zu Feuerstern auf, der vom Hochstein auf uns hinunterblickte. Elegant sprang er von ihm und landete sacht auf dem Boden.\"Mauspfote, tritt vor!\" Er suchte mit den Augen auf der Lichtung umher. \"Spinnenbein, bist du \u00fcberzeugt, dass dein Sch\u00fcler Mauspfote dazu bereit ist ein Krieger zu werden?\" Spinnenbein legte den Kopf schief. \"Ja, das ist er\", antwortete er ohne zu z\u00f6gern. \"Ich, Feuerstern, Anf\u00fchrer des DonnerClans, rufe meine Kriegerahnen an und bitte sie auf diesen Sch\u00fcler hinabzublicken.<\/p>\n<p>Er hat hart trainiert um euer edles Gesetz befolgen zu k\u00f6nnen, und ich empfehle ihn euch als Krieger.\" Der Anf\u00fchrer hielt kurz inne und blickte mich an. Dann sprach er weiter: \"Mauspfote, versprichst du, dass Gesetz der Krieger einzuhalten und den Clan zu besch\u00fctzen und verteidigen, selbst wenn es dein Leben kostet?\" \"Ja, ich verspreche es.\" Ich wusste nicht, warum es mir so leicht \u00fcber die Lippen kam, aber nun hatte ich es einfach gesagt. Ich h\u00f6rte weiter gespannt zu. Feuerstern kam einen Schritt auf mich zu.<\/p>\n<p>\"Dann gebe ich dir, mit der Kraft des SternenClans, deinen Kriegernamen. Mauspfote von diesem Augenblick an wirst du Mausbart hei\u00dfen. Der SternenClan ehrt deine Treue und dein Jagdgeschick und wir hei\u00dfen dich als vollwertigen Krieger im DonnerClan willkommen.\" Ich trat einen Schritt vor und sp\u00fcrte die leichte Ber\u00fchrung seiner Schnauze auf meinem Kopf. Ehrerbietig leckte ich ihm die Schulter. \"Mausbart, Mausbart, Mausbart!\", h\u00f6rte ich meine Clangef\u00e4hrten rufen.<\/p>\n<p>Doch es klang weit entfernt. Das bekannte Kribbeln setzte ein, als ein Lichtstrom um mich wuchs, aber diesmal hatte ich keine Angst und wehrte mich auch nicht, sondern lie\u00df mich mitnehmen. Mit einem lauten Knall landete ich in dem stinkenden Schrank. Ich stie\u00df mir den Kopf an, \u00fcberwand den Schmerz aber sofort. Um mich herum war nur Dunkelheit. Ich kniete mich auf den harten Holzboden und tastete die Wand nach der T\u00fcr ab.<\/p>\n<p>Erinnerungen str\u00f6mten auf mich ein. Die Zeit bei den Clans w\u00fcrde ich nie vergessen. Ich hatte die Trauer und die Freude gesp\u00fcrt, die uns alle verband und ich vermisste es jetzt schon, durch den Wald zu sausen, mit meinen Freunden zu jagen und neben Haselpfote aufzuwachen. Ich schwor mir, das ich eines Tages zur\u00fcckkommen w\u00fcrde, wie lange ich darauf warten musste, wusste ich zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht, aber das ist eine andere Geschichte.<\/p>\n<p>\u00a92018 SchreibKunst-Blog\/ Lea Wallrabenstein (8d)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich blickte in das blaue Auge des gro\u00dfen Persky, das durch den T\u00fcrspalt lugte. Ein schmaler Lichtstrahl kam durch die \u00d6ffnung ins Innere sonst war alles dunkel. Fest klammerte ich mich an mein Buch. Persky grinste breit wobei die Falten um seine Augen spielten: \"Bereit?\", fragte er. Nein!, wollte ich schreien. 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