{"id":705,"date":"2018-07-12T11:46:44","date_gmt":"2018-07-12T09:46:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luo-darmstadt.de\/schreibkunst\/?p=705"},"modified":"2018-07-12T11:44:55","modified_gmt":"2018-07-12T09:44:55","slug":"frankfurter-buchmesse-2017-bericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.luo-darmstadt.de\/schreibkunst\/frankfurter-buchmesse-2017-bericht\/","title":{"rendered":"Bericht: Frankfurter Buchmesse 2017"},"content":{"rendered":"<p>In der Woche vom 10. Oktober bis einschlie\u00dflich 15. Oktober 2017 fand auf dem Gel\u00e4nde der Frankfurter Messe die 68. Frankfurter Buchmesse statt. Am 10. Oktober \u00f6ffnete der Veranstalter jedoch nur Fachbesuchern, dazu z\u00e4hlen Reporter, Journalisten und akkreditierte Personen (uns), seine T\u00fcren.<\/p>\n<p>Der Tag begann mit einer 60-min\u00fctigen, aber durchaus informativen Pressekonferenz in einem gro\u00dfen Saal. Damit jede anwesende Person etwas verstehen konnte, erhielt man bei Bedarf Kopfh\u00f6rer, die das Gesprochene in einer anderen Sprache wiedergaben nachdem es die Person in einem schalldichten Raum \u00fcbersetzte. Viel konnte ich mir \u00fcber die letzten vier Monate nicht behalten, bis auf die Tatsache, dass es sich bei 80% der verkauften B\u00fcchern um phyische Versionen handelt, das hei\u00dft nur 20% sind eBook-Reader-Versionen. Anschlie\u00dfend mussten sich die Redner den Fragen des Publikums stellen, wobei es an manchen Stellen deutlich wurde, dass nicht alle hier anwesenden Personen hauptberuflich Journalisten sind. Zum Beispiel t\u00e4tigte eine Person eine Aussage statt einer Frage, wobei erst am Ende deutlich wurde, dass es sich um eine Aussage handelt. Dennoch begr\u00fc\u00dfe ich es sehr, dass der Veranstalter jedermann die Chance f\u00fcr einer Berichterstattung gibt, sobald man irgendeine journalistische T\u00e4tigkeit nachweisen kann. Dadurch w\u00e4chst die Menge von Berichten, wodurch sich der einzelne Leser seine eigene Meinung bilden kann. Au\u00dferdem stellten zwei Sch\u00fclerinnen einer Frankfurter weiterf\u00fchrenden Schule eine interessante Frage, die lautete: \u201eGlauben Sie (=Redner), dass das 80:20 Verh\u00e4ltnis in den n\u00e4chsten Jahren unver\u00e4ndert bleibt oder mehr B\u00fccher in L\u00e4den\/ als eBook-Version gekauft werden?\u201c Die Antwort auf die Frage wei\u00df ich leider nicht mehr.<\/p>\n<p>Die Messe in den Hallen 3.x war bis auf ein paar wenige Ausnahmen noch im Aufbau, weshalb wir den Gro\u00dfteil unserer Zeit im Raum des diesj\u00e4hrigen Gastlandes, n\u00e4mlich Frankreich, verbrachten.<\/p>\n<p>Dort stempelten wir zuerst mit bisher unbenutzten Stempeln das Wort \u201eGoogle\u201c. Anschlie\u00dfend reisten wir in die Zeit zur\u00fcck, zu Zeiten, als der Buchdruck die einfachste Methode war seine Schriften zu vervielf\u00e4ltigen. Ein sehr netter Herr erkl\u00e4rte und zeigte uns die zum Druck notwendigen Schritte an einem Ausstellungsst\u00fcck. Mich \u00fcberraschte die doch gro\u00dfe Pr\u00e4senz von iPad-Ger\u00e4ten, Beamern, Computern und VR-Brillen. An einem Stand hatte man die Idee Comics weiterhin als physische Version zu verkaufen, aber auch sie als Fotostrecke auf Instagram zug\u00e4nglich zu machen. Dabei ist die Frage durchaus berechtigt, wie sich das Projekt finanzieren wird, da sich die meisten Menschen vermutlich f\u00fcr die kostenlose Instagram-Fassung entscheiden werden. Eventuell finanziert sich das Projekt durch Werbung, die es auf seiner Seite schaltet.<\/p>\n<p>Wie es um die Finanzierung zweier auf der Buchmesse vorgestellten Apps steht, bereitete mir kein Kopfzerbrechen, da es m\u00f6glich ist die App oder Teile (=In-AppK\u00e4ufe) nur gegen Bezahlung anzubieten. Die erste App erz\u00e4hlte ihre Geschichten ohne Animationen (und ohne Text), weil die Geschichte selbst ein \u00fcberdimensionales Panorama ist \u2013 kurzgesagt man streicht von rechts nach links, wodurch einzelne Ausschnitte des Panoramas sichtbar werden. Die Geschichten der zweiten App werden durch ein einfaches Tippen auf das Display fortgesetzt. Zu Beginn der Beispielgeschichte war der komplette Bildschirm dunkel. Dann erschien eine Person in einem Raum, die sich durch jede erneute Ber\u00fchrung des Displays im Haus fortbewegt.<\/p>\n<p>Zu guter letzt besch\u00e4ftigten wir uns mit einem analogen digitalen Buch. Hierbei handelt es sich um ein physisches Buch, blo\u00df ohne Inhalt. Dieser wird erst durch einen Beamer auf die Seiten projiziert. Bl\u00e4ttert man um, so erscheint auch ein anderer Text oder ein anderes Bild\/ Video\/ Anmeldeformular (leider nicht ausf\u00fcllbar). Wahrscheinlich war dieses Buch einer eine Spielerei, da uns kein anderes m\u00f6gliche Anwendungsgebiet als das Museum eingefallen ist.<\/p>\n<p>\u00a92018 SchreibKunst-Blog\/ Leon Ebersmann (9D)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Woche vom 10. Oktober bis einschlie\u00dflich 15. Oktober 2017 fand auf dem Gel\u00e4nde der Frankfurter Messe die 68. Frankfurter Buchmesse statt. Am 10. Oktober \u00f6ffnete der Veranstalter jedoch nur Fachbesuchern, dazu z\u00e4hlen Reporter, Journalisten und akkreditierte Personen (uns), seine T\u00fcren. 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