{"id":2324,"date":"2023-07-02T15:54:18","date_gmt":"2023-07-02T13:54:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.luo-darmstadt.de\/schreibkunst\/?p=2324"},"modified":"2023-07-02T16:11:49","modified_gmt":"2023-07-02T14:11:49","slug":"janis-kerim-der-schatz-der-weiten-wueste-gobi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.luo-darmstadt.de\/schreibkunst\/janis-kerim-der-schatz-der-weiten-wueste-gobi\/","title":{"rendered":"Janis Kerim &#8211; Der Schatz der weiten W\u00fcste Gobi"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: medium;\">Wir schreiben das Jahr 300 nach Christus in der W\u00fcste Gobi. In der Oase von Mohamed und seinem Gro\u00dfvater beginnt die Geschichte. Mohamed ist ein eher kleinerer Junge mit sehr dunklen Haaren. Er hilft oft seinem Gro\u00dfvater bei dem Verkauf von Kamelen, die sie besitzen. Das macht ihm sehr viel Spa\u00df, weil er dann das Verkaufen f\u00fcr die gro\u00dfe weite Welt \u00fcbte, wie sein Gro\u00dfvater zu sagen pflegte. Er durfte die Kamele auch f\u00fcttern und reiten. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Sein Lieblingskamel hie\u00df Kadu. Sie standen sich sehr nahe. Wenn er dann doch mal f\u00fcr die Schule ins Nachbardorf reiten musste, ritt er immer auf Kadu, der ihm sehr treu war. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Eines Tages ging er ins benachbarte Dorf, um die Schule zu besuchen. Dort \u00fcberquerte er den Marktplatz und sah eine Menschenmenge, die einen merkw\u00fcrdig gekleideten Mann umringte. Auf dem naheliegenden Schild stand \u201ePr\u00fcfung f\u00fcr mutige W\u00fcstenf\u00fchrer\u201c. \u201eTreffpunkt vor Sonnenuntergang hier auf dem Marktplatz\u201c. Mohamed war begeistert und wollte sofort mitmachen, da er sich gut in der W\u00fcste Gobi auskannte und da er seinem Gro\u00dfvater den Wunsch erf\u00fcllen wollte. Er beschloss nach der Schule wieder zum Marktplatz zu gehen, um sich anzumelden. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">In der Schule angekommen konnte er sich den ganzen Tag nicht auf den Unterricht konzentrieren, weil er sich vorstellte, wie die Pr\u00fcfung aussehen w\u00fcrde, die er unbedingt bestehen wollte. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Als die Schule dann endlich zu Ende war, freute sich Mohamed auf die Pr\u00fcfung und rannte zu Kadu. Er gab ihm noch schnell etwas zu essen und zu trinken. Danach sprintete er los, um rechtzeitig am Treffpunkt anzukommen. Am Treffpunkt standen schon viele andere Kamelf\u00fchrer, die ihm bekannt vorkamen. Der Veranstalter der Pr\u00fcfung war der merkw\u00fcrdig gekleidete Mann, den Mohamed noch nie zuvor gesehen hatte. Dieser Mann nannte sich einen echten Abenteurer und sagte, dass er noch einen mutigen Kamelf\u00fchrer f\u00fcr seine Reise ben\u00f6tigte. Er versprach eine hohe Belohnung, f\u00fcr denjenigen, der die Pr\u00fcfung bestand und mit ihm durch die W\u00fcste Gobi ziehen w\u00fcrde, um den legend\u00e4ren Schatz der W\u00fcste zu finden. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Die Pr\u00fcfung bestand darin ein wildes Kamel zu z\u00e4hmen. Jeder hatte 3 Versuche. Die ersten 2 Versuche gingen bei jedem daneben. Entweder wurden sie vom Kamel heruntergeworfen oder sie schafften es einfach nicht, das Kamel ruhig zu halten. Mohamed \u00fcberlegte, wie er das Kamel z\u00e4hmen konnte. Mit roher Gewalt und St\u00e4rke konnte man es nicht z\u00e4hmen, aber vielleicht mit ein bisschen Intelligenz. Also holte er aus seiner Kamelfelltasche seinen letzten Apfel heraus und gab ihm dem Kamel. Es beruhigte sich und a\u00df den Apfel ganz auf. Nun konnte sich Mohamed dem Kamel n\u00e4hern, es streicheln und unter seine Kontrolle bringen. Somit z\u00e4hmte er das Kamel und bestand die Pr\u00fcfung.<br \/>\nErst wunderte sich der Abenteurer \u00fcber einen so kleinen Jungen, der ein sehr wildes Kamel gez\u00e4hmt hatte. Doch dann war sich der Abenteurer in seiner Wahl sicher und gab Mohamed die halbe Belohnung. Der Abenteurer namens Nick sagte zu Mohamed, dass er die andere H\u00e4lfte der Belohnung sp\u00e4ter bekommen w\u00fcrde. Nick setze Mohamed auch in Kenntnis, dass sie sich am Stadttor vor Morgengrauen treffen w\u00fcrden. Es war schon sp\u00e4t geworden, als Mohamed Kadu losband und nach Hause zu seinem Gro\u00dfvater ritt. Zu Hause angekommen fragte er seinen Gro\u00dfvater, ob er mit dem Abenteurer aufbrechen durfte, doch sein Gro\u00dfvater erlaubte es nicht. Also versteckte er die Belohnung in seinem Kopfkissen und schlief ein. Am n\u00e4chsten Tag schlich er in aller Fr\u00fche mit Kadu zum Stadttor. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Das Abenteuer in der gro\u00dfen weiten W\u00fcste konnte beginnen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Als er fast 100 m vom Stadttor entfernt war, sah er schon den winkenden Abenteurer. Also ritt Mohamed noch schneller vor Freude. Als er bei Nick ankam zeigte er ihm eine Karte, wo der Schatz sich befinden k\u00f6nnte. Mohamed kam die Stelle bekannt vor und er dachte, dass er den ungef\u00e4hrlichsten Weg kannte. Also zogen sie los in Richtung S\u00fcden. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Derweil wachte sein Gro\u00dfvater auf und wollte Mohamed wecken, doch sein Bett war leer. Er suchte in der ganzen H\u00fctte. Sie besa\u00dfen nicht viel, daher konnte er nur weg sein, um den Wunsch seines Gro\u00dfvaters zu erf\u00fcllen. Das begriff sein Gro\u00dfvater sehr schnell und organisierte eine Suche mit Bekannten von Mohamed. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Mohamed und Nick ritten weiter bis sie an einem merkw\u00fcrdig geformten Felsen ankamen. Auf Nicks Karte war dieser Fesen abgebildet und darunter stand ein kleiner Text in alter Handschrift:<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-size: medium;\">Dem Auge du nicht trauen darfst, sondern dem Finger du folgen musst\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Mit diesem Text konnte man aus dem geformten Stein ein kleines Augenlid erblicken, doch auf der rechten Seite war ein kleiner Finger abgebildet, der nach Westen zeigte. Fortan liefen sie Richtung Westen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">In der Zwischenzeit suchte sein Gro\u00dfvater und die anderen vergeblich: in der Schule, auf dem Hof, bei den Kamelst\u00e4llen und seinem Lieblingsplatz dem abgelegenen Baumstamm, der recht hohl war. Bis schlie\u00dflich ein anderer kleiner Junge bemerkte, dass auch der Abenteurer verschwunden war. Da d\u00e4mmerte es dem Gro\u00dfvater. Mohamed hatte ihn gefragt, ob er mit dem Abenteurer auf die Suche des Schatzes gehen durfte. Also entschied sich der Gro\u00dfvater kurzerhand den beiden \u201eAbenteurern\u201c zu folgen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Die Abenteurer waren mittlerweile an einer H\u00f6hle angekommen, vor der ein R\u00e4tsel stand. Auf dem Boden lagen viele kleine und gro\u00dfe Tafeln aus W\u00fcstenstein in denen mehrere Symbole und Zeichen eingemei\u00dfelt waren. Mohamed und Nick \u00fcberlegten, wie sie das R\u00e4tsel l\u00f6sen sollten. Nick sah auf seine Karte und bemerkte noch einen kleinen Text, der unter der eingezeichneten H\u00f6hle stand.<br \/>\nEr las in laut vor: \u201eUm den Schatz zu erlangen, du die 4 Sch\u00e4tze der W\u00fcste erkennen sollst\u201c. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Mohamed bekam einmal von seinem Gro\u00dfvater gesagt, dass die 4 Sch\u00e4tze der W\u00fcste die wichtigsten Sachen der W\u00fcstensiedler seien\u201c. Also nannte er ihm einen der 4 Sch\u00e4tze \u2013 das KAMEL. Was er auch noch zu Ohren bekam, dass die anderen drei Sch\u00e4tze jederzeit zu erblicken waren. So schaute sich Mohamed um und erkannte die L\u00f6sung. Die anderen drei Sch\u00e4tze waren: die SONNE oder der MOND, das WASSER und der SAND.<br \/>\nAlso schob er die Steintafeln so in die Reihe, dass als erstes der Sand zu sehen war, dann die Sonne oder der Mond, dann das Wasser und zum Schluss die Kamele. Was dann passierte h\u00e4tte sich keiner vorstellen k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Der schwere H\u00f6hleneingang schob sich auf und was sie dann sahen, war erstaunlich und wundersch\u00f6n.<br \/>\nGoldm\u00fcnzen, wohin man sah, glitzerten in den Augen der Abenteurer. Mohamed konnte es kaum fassen, er hatte den Schatz der W\u00fcste gefunden. Nick ging als erstes in die H\u00f6hle hinein, kramte zwei gro\u00dfe Beutel aus seiner Tasche. Er f\u00fcllte beide und gab einen Mohamed. Er sagte zu ihm, dass ist die andere H\u00e4lfte der Belohnung und er h\u00e4tte seine Aufgabe sehr gut erledigt. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\"><br \/>\nPl\u00f6tzlich h\u00f6rte er hinter sich Rufe. Als er sich umdrehte erblickte er seinen Gro\u00dfvater. Er freute sich so ihn zu sehen und stellte den Beutel ab. Er rannte zu seinem Gro\u00dfvater und umarmte ihn, der das erwiderte. Sp\u00e4ter ritt er dann mit seinem Gro\u00dfvater und Nick in sein W\u00fcstendorf. Dort konnte er dann den Wunsch seines Gro\u00dfvaters erf\u00fcllen:<br \/>\nEine gr\u00f6\u00dfere Kamelfarm mit gr\u00f6\u00dferer H\u00fctte und Garten. Die jetzige Farm und H\u00fctte h\u00e4tten sie schon bald verkaufen m\u00fcssen. Dadurch konnte sein Gro\u00dfvater ihm eine bessere Zukunft erm\u00f6glichen. So konnte Mohamed einen Teil der gro\u00dfen weiten Welt bereisen und dann wieder zur\u00fcck in sein geliebtes W\u00fcstendorf zur\u00fcckkehren, zu seinem Gro\u00dfvater und seinem Lieblingskamel Kadu.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir schreiben das Jahr 300 nach Christus in der W\u00fcste Gobi. In der Oase von Mohamed und seinem Gro\u00dfvater beginnt die Geschichte. Mohamed ist ein eher kleinerer Junge mit sehr dunklen Haaren. Er hilft oft seinem Gro\u00dfvater bei dem Verkauf von Kamelen, die sie besitzen. 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