{"id":1829,"date":"2021-05-12T19:47:35","date_gmt":"2021-05-12T17:47:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.luo-darmstadt.de\/schreibkunst\/?p=1829"},"modified":"2021-05-12T19:47:35","modified_gmt":"2021-05-12T17:47:35","slug":"luna-hergott-alles-anders","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.luo-darmstadt.de\/schreibkunst\/luna-hergott-alles-anders\/","title":{"rendered":"Luna Hergott: Alles anders"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>ALLES ANDERS\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Hallo. Mein Name ist Mia<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0und ich bin 13 Jahre alt<\/span><span data-contrast=\"auto\">.<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">B<\/span><span data-contrast=\"auto\">is vor einer Woche war noch alles anders. Ich lebte mit meinen Eltern in einer gro\u00dfen Stadt, hatte viele Freunde und man k\u00f6nnte sagen<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0wir waren reich. Fr\u00fcher war ich fast den ganzen Tag\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">an unserem gro\u00dfen Pool, denn ich liebe es zu schwimmen. Ich habe auch schon unz\u00e4hlige Wettbewerbe gewonnen. Die Pokale, Urkunden und Medaillen stellte ich in dem kleinen\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">Schrank neben meiner Zimmert\u00fcr aus. Immer<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0wenn das Licht auf den Schrank fiel<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0gl\u00e4nzten die Preise noch mehr<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0als sie es sowieso schon taten<\/span><span data-contrast=\"auto\">, d<\/span><span data-contrast=\"auto\">enn der Schrank stand direkt gegen\u00fcber von meiner Terrassent\u00fcr. Da sie aus Glass war<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0durchstr\u00f6mte Tageslicht mein ganzes Zimmer<\/span><span data-contrast=\"auto\">. I<\/span><span data-contrast=\"auto\">ch h\u00e4tte nicht einmal eine Lampe gebraucht.\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">A<\/span><span data-contrast=\"auto\">bends war ich sowieso immer unten in unserem gro\u00dfen<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0Wohnzimmer. Damals habe ich mir mit meinen Eltern Serien angeschaut und dann haben wir Karten gespielt. Meistens hat mein Vater gewonnen. Wir nannten ihn auch den Kartenk\u00f6nig.<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0Genauso wie ich<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0liebte er es<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0Partys zu feiern. Ich tanzte mit meinen Freunden in die Nacht hinein und mein Vater war meistens mit seinen\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">Kollegen<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0am Pool<\/span><span data-contrast=\"auto\">, w<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00e4hrend meine Mutter f\u00fcr uns kochte. Sie konnte sehr gut kochen und hatte mir schon viel beigebracht. Nat\u00fcrlich ging ich auch in die Schule. Es war eine Privatschule und die anderen Kinder stammten aus Familien, die genauso reich waren wie meine. Jeden Samstag und Son<\/span><span data-contrast=\"auto\">n<\/span><span data-contrast=\"auto\">tag wurde ich von jemand auf eine Party eingeladen. Meist war dort unsere ganze Klasse. Das ist alles etwas Besonderes<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">was nicht jeder haben kann und ich lernte nie<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0die kleinen Dinge im Leben zu sch\u00e4tzen. Alles was ich hatte war f\u00fcr mich so selbstverst\u00e4ndlich. Meine Eltern sagten mir zwar immer, wie toll es war<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0all das zu haben und so leben zu d\u00fcrfen. Ihr denkt jetzt wahrscheinlich ich w\u00e4re undankbar, aber das ist nicht wirklich so. Ich war es nur so gewohnt. Ich kannte es\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">einfach\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">nicht anders<\/span><span data-contrast=\"auto\">. Meine beste Freundin dachte genauso wie ich<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0da<\/span><span data-contrast=\"auto\">s<\/span><span data-contrast=\"auto\">s alles in unserem\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">L<\/span><span data-contrast=\"auto\">eben normal ist. Ihr Name\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">ist<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0Melinda. Wir machten fast alles zusammen und auch unsere Eltern waren sehr gut befreundet.<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">An einem hei\u00dfen Sonntagmorgen wachte ic<\/span><span data-contrast=\"auto\">h mit dem Ger\u00e4usch lauter Stimmen auf. Irgendjemand schien sich zu streiten. Ich wusste nicht woher die Stimmen kamen und wer sich stritt. Es war mir aber auch eigentlich egal<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0denn an diesem Tag began<\/span><span data-contrast=\"auto\">n<\/span><span data-contrast=\"auto\">en die Sommerferien. Melinda und ich hatten schon Wochen vorher geplant<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0was wir alles machen woll<\/span><span data-contrast=\"auto\">t<\/span><span data-contrast=\"auto\">en. Gut gelaunt ging ich also nach unten in unsere K\u00fcche. Normalerweise waren meine Eltern schon da und wir fr\u00fchst\u00fcckten alle gemeinsam, aber\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">an diesem Tag<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0war die K\u00fcche leer. Vielleicht schliefen meine Eltern noch. Ich ging noch einmal ins obere Stockwerk<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0in das gro\u00dfe ger\u00e4umige Schlafzimmer. Auch hier war niemand zu finden. Langsam machte ich mir\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">S<\/span><span data-contrast=\"auto\">orgen. Ich schaute aus dem Fenster. Und dort sa\u00df meine Mutter. Warum war sie im Garten und nicht in der K\u00fcche? Wo war mein Vater? Schnell rannte ich die Treppe runter und lief zu meiner Mutter. Irgendwie sah sie traurig, w\u00fctend und verst\u00f6rt zu gleich aus. Ich hatte sie so noch nie gesehen.<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0Meine Mutter war eigentlich ein sehr gl\u00fccklicher Mensch und hatte immer ein L\u00e4cheln im Gesicht. Ich ging zu ihr, aber sie reagierte nicht? \u201eMama?\u201c, fragte ich. Sie gab keinen Ton von sich. Ab diesem Moment war mir klar<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0da<\/span><span data-contrast=\"auto\">s<\/span><span data-contrast=\"auto\">s irgendetwas nicht sti<\/span><span data-contrast=\"auto\">m<\/span><span data-contrast=\"auto\">men konnte. Ich machte mir\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">S<\/span><span data-contrast=\"auto\">orgen<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0da<\/span><span data-contrast=\"auto\">s<\/span><span data-contrast=\"auto\">s meinem Vater etwas zugesto\u00dfen w<\/span><span data-contrast=\"auto\">ar<\/span><span data-contrast=\"auto\">. \u201eMama?\u201c, fragte ich erneut. Sie gab immer noch keine Antwort. \u201eWo ist Papa?\u201c, fragte ich mit leicht energischem\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">K<\/span><span data-contrast=\"auto\">lang. \u201eBei der Arbeit.\u201c, sagte sie knapp. Es\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">f<\/span><span data-contrast=\"auto\">iel mir schwer<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0ihr zu glauben<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0denn irgendwie klang es so<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0als w\u00e4re es einfach nur eine schnelle Ausrede. Ich machte mir schon\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">S<\/span><span data-contrast=\"auto\">orgen<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0wollte mir aber den Tag nicht verderben<\/span><span data-contrast=\"auto\">.<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">A<\/span><span data-contrast=\"auto\">lso sagte ich meiner Mutter<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0da<\/span><span data-contrast=\"auto\">s<\/span><span data-contrast=\"auto\">s ich jetzt zu Melinda ginge. Meine Mutter antwortete mit einem\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">N<\/span><span data-contrast=\"auto\">icken, wobei sie mich nicht ansah. Ich ging einfach los und machte mir keine Gedanken mehr<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0denn ich\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">hatte mich so auf diesen Tag gefreut. Melinda wartete schon vor unserer T\u00fcr. \u201eWo warst du denn so lange?\u201c, fragte sie. \u201eWei\u00df nicht\u201c, sagte ich leise und bemerkte<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0das<\/span><span data-contrast=\"auto\">s<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0dies nicht die Antwort auf Melindas Frage war. \u201eWie meinst du das?\u201c, fragte sie, \u201eAlles ok Mia?\u201c \u201eJaja<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">i<\/span><span data-contrast=\"auto\">ch bin nur etwas m\u00fcde.\u201c antwortete ich ihr und f\u00fcgte ein gespieltes G\u00e4hnen hinzu<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0dann brachen wir auf. Wir verbrachten den ganzen Tag im \u00f6rtlichen Schwimmbad und im neuen Shoppingcenter.<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Sp\u00e4t am Abend kam ich nach Haus. Den Vorfall am Morgen hatte ich l\u00e4ngst vergessen. Als ich unsere Wohnungst\u00fcr \u00f6ffnete erstarrte ich jedoch. In unserem gro\u00dfen Flur standen f\u00fcnf Polizisten und mittendrin war meine Mutter. Sie weinte f\u00fcrchterlich. Ein gro\u00dfer Polizist mit breiten Schultern, einer Glatze und einem Totenkopf Tattoo am rechten Arm sagte streng: \u201eBis Sonntag und keinen Tag l\u00e4nger haben sie verstanden!\u201c Es war keine Frage, sondern ein Befehl ich h\u00f6rte es genau. Die Polizisten gingen und ich war alleine mit meiner Mutter. Ich brachte keinen Ton raus und ich sah ins\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">N<\/span><span data-contrast=\"auto\">ichts. Alles kam mir so unecht vor. Ich dachte<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0es w\u00e4re ein Traum und versuchte aufzuwachen, aber nat\u00fcrlich geschah nichts<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0denn es war die Realit\u00e4t. Auch meine Mutter sagte nichts<\/span><span data-contrast=\"auto\">.<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">M<\/span><span data-contrast=\"auto\">an h\u00f6rte nur ihr leises Schluchzen. Minuten vergingen und keiner sagte etwas. In meinem Kopf begann sich alles zu drehen. Ich wusste nicht genau wie ich reagieren sollte. Mein gr\u00f6\u00dfter Wunsch war<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0da<\/span><span data-contrast=\"auto\">s<\/span><span data-contrast=\"auto\">s ich aus diesem Albtraum erwachen w\u00fcrde. W\u00e4re es denn einer gewesen. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus. \u201e\u00c4hm\u2026 Mama was war das?\u201c, fragte ich fast lautlos. Sie antwortete nicht. Langsam wurde ich w\u00fctend. Ich wusste nicht mehr, wie ich mit der Situation umgehen sollte. \u201eWarum antwortest du nicht? Und wo ist Papa?\u201c, schrie ich sie an. Ich wusste mir einfach nicht mehr zu helfen. Endlich sagte meine Mutter etwas. Sie sah mich mit ihren tiefblauen Augen an. \u201eAlso Mia\u2026 das ist so\u2026 also<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0naja<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0wei\u00dft du\u2026 dein Vater\u2026\u201c, fl\u00fcsterte sie so leise, dass ich sie kaum verstand. \u201eWas ist mit Papa?\u201c, fragte ich. Meine Mutter hielt den Atem an und sagte dann: \u201eMia dein Vater ist ein Verbrecher. Das ganze Geld<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">d<\/span><span data-contrast=\"auto\">as wir haben hat dein Vater durch Drogenhandel verdient. Heute Morgen standen ein paar Polizisten vor der T\u00fcr und haben deinen Vater mitgenommen. Wir sind jetzt hoch verschuldet und das Geld wurde uns abgenommen. Was das Haus betrifft m\u00fcssen wir bis Sonntag hier ausgezogen sein<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0da wir\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">kein<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0Geld\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">mehr<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0haben.\u201c Sie fing an zu weinen. Ich konnte es nicht fassen. Mein Mund stand offen und mir blieb die Spucke weg. Ich konnte es einfach nicht glauben. Dieser Mann, mein Vater<\/span><span data-contrast=\"auto\">,\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">ein Verbrecher? Einige Sekunden stand ich reglos da. Doch dann rannte ich in mein Zimmer und verkroch mich in meinem Bett. Ich verstand die Welt nicht mehr. Alles um mich herum st\u00fcrzte ein und mein ganzes Leben zerfiel! Ich merkte nicht wie ich einschlief.<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Als ich am n\u00e4chsten Morgen<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0aufwachte<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">f<\/span><span data-contrast=\"auto\">ing ich sofort an zu weinen. Erst jetzt konnte ich alles wirklich realisieren. Ich lief runter zu meiner Mutter. Sie bl\u00e4tterte in der Zeitung und suchte nach Jobs. Als sie mich sah umarmte sie mich. \u201eAlles wird gut.\u201c, fl\u00fcsterte sie. Noch an diesem Tag packten wir unsere Sachen und meine Mutter zeigte mir unsere neue Wohnung. Sie befand sich in einem Hochhaus und hatte genau ein Zimmer. Ich konnte nicht glauben, dass es so etwas gibt. Bis jetzt hatte ich noch nie eine so kleine Wohnung gesehen. Alle meine Freunde hatten schlie\u00dflich auch eine Villa.\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">Nat\u00fcrlich konnte ich auch nicht mehr auf die Privatschule gehen. Jetzt gehe ich auf eine ganz normale Schule und die Kinder dort sind genauso nett wie auf der alten Schule.<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">Ich bin sehr froh, dass meine Mutter immer zu mir h\u00e4lt. Sie ist die wichtigste Person in meinem Leben. Was meinen Vater angeht bin ich mir nicht sicher. Ich wei\u00df nicht, ob er es f\u00fcr uns gemacht<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0hat<\/span><span data-contrast=\"auto\">. Ich kann nicht verstehen, warum er nicht einfach einen normalen Job gemacht hat. Es w\u00e4re besser gewesen. H\u00e4tte er normal gearbeitet<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0w\u00e4ren wir zwar nicht reich gewesen, aber er w\u00e4re jetzt noch hier. Mein Leben ist\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">jetzt nicht\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">deshalb\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">schlechter, weil ich nicht mehr auf eine teure Schule gehen kann, nicht mehr in einer Villa wohne, nicht jeden Tag eine Party feiern kann, nicht mehr in den Schwimmkurs gehe, sondern weil mein Vater im Gef\u00e4ngnis ist und nicht an meiner Seite stehen kann bei allem was ich tue! Reichtum ist nicht so viel wert wie Liebe<\/span><span data-contrast=\"auto\">. M<\/span><span data-contrast=\"auto\">ein Vater war der Mensch, auf den ich immer z\u00e4hlen konnte. Als ich Melinda davon erz\u00e4hlte<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0ging sie einfach und\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">lie\u00df<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0mich allein. Ich hatte immer gedacht<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0wir w\u00e4ren richtige Freunde und nicht<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0das<\/span><span data-contrast=\"auto\">s<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0es ihr nur ums Geld geht.\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">Richtige Freunde sind solche<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0die einen bei\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">a<\/span><span data-contrast=\"auto\">llem unterst\u00fctzen<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0egal wie reich oder wie arm man ist.\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">So hat sich mein Leben komplett ver\u00e4ndert und alles ist anders als vorher.\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">Eins habe ich aber gelernt. Geld ist nicht alles! Was wirklich z\u00e4hlt<\/span><span data-contrast=\"auto\">,<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">sind<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0die Familie und die Freunde. Es ist beides sehr wichtig und ich w\u00fcrde alles tun, um meinen Vater und meine Freundin zur\u00fcck zu bekommen. Das Geld ist mir egal!\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Ende\u00a0\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ALLES ANDERS\u00a0 \u00a0 Hallo. 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