{"id":1312,"date":"2018-07-11T16:10:28","date_gmt":"2018-07-11T14:10:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luo-darmstadt.de\/schreibkunst\/?p=1312"},"modified":"2018-07-11T16:10:28","modified_gmt":"2018-07-11T14:10:28","slug":"bericht-viele-schulen-ein-buch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.luo-darmstadt.de\/schreibkunst\/bericht-viele-schulen-ein-buch\/","title":{"rendered":"Bericht: Viele Schulen &#8211; ein Buch"},"content":{"rendered":"<p>\u201eViele Schulen \u2013 Ein Buch\u201c: Die LuO-SchreibKunst-Sch\u00fclerin F\u00e1tima Haji berichtet \u00fcber ein Literatur- und Geschichts-Projekt rund um das Jugendbuch <b>\u201eDer Pfad. Flucht in die Freiheit\u201c von R\u00fcdiger Bertram<\/b>, organisiert von der Lesepunkte-Redaktion des Zentrums f\u00fcr Lehrer*innenbildung der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln. Alle 30 Sch\u00fcler*innen aus sechs Schulen in NRW, Hessen und Bayern hatten zuvor ein Exemplar des 2017 ver\u00f6ffentlichten Jugendbuchs erhalten und gelesen und trafen sich nun f\u00fcr drei Tage in K\u00f6ln, um dort miteinander dar\u00fcber ins Gespr\u00e4ch zu kommen.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzt wurde dies durch den Stifterverband und die Klaus-Tschira-Stiftung.<\/p>\n<p>Am 08.03.2018 fuhr ich gemeinsam mit vier weiteren Sch\u00fclern  der Jahrgangsstufe 8-11 aus der Lichtenbergschule Darmstadt \u2013 begleitet von unserer Lehrerin Frau Sachse - nach K\u00f6ln zum Projekt \u201eViele Schulen, ein Buch\u201c .  Mit kurzem Abstecher auf den K\u00f6lntriangel mit Panorama-Ausblick auf K\u00f6ln und einem darauffolgenden Rundgang durch die Stadt ging es zum  Zentrum f\u00fcr LehrerInnenbildung (ZfL) der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.luo-darmstadt.de\/schreibkunst\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Bild-1-Bericht.jpg\" alt=\"Bild #1: Bericht: Viele Schulen - ein Buch\" width=\"640\" height=\"853\" class=\"size-full wp-image-1313\" srcset=\"https:\/\/www.luo-darmstadt.de\/schreibkunst\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Bild-1-Bericht.jpg 640w, https:\/\/www.luo-darmstadt.de\/schreibkunst\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Bild-1-Bericht-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Wir lagen relativ gut in der Zeit, sodass wir die hervorragende technische Ausstattung im Konferenzraum nutzten, um unsere Fragen f\u00fcr das Autorengespr\u00e4ch kooperativ vorzubereiten. Nachdem auch die Delegationen der anderen f\u00fcnf Schulen aus K\u00f6ln und Bayern eingetrudelt waren, setzten wir uns in einen Kreis und begannen mit Spielen, um uns untereinander besser kennenzulernen. Ebenso  sammelten wir in immer wieder neu durchmischten Kleingruppen Fragen, die wir dem Autor gerne stellen wollten. Nach der Kennenlernrunde gab es einen kleinen Imbiss, bei dem man sich noch n\u00e4her kennenlernen konnte, zumal nun klar war, wem welcher Gastpartner zugeordnet worden war. Es ergaben sich Gespr\u00e4che zwischen  Sch\u00fclern und Sch\u00fclern, Lehrern und Lehrern aber auch zwischen Lehrern und Sch\u00fclern. Mit vollem Magen ging es danach zur Universit\u00e4t zu K\u00f6ln, wo der Autor R\u00fcdiger Bertram bereits auf uns wartete. Er erz\u00e4hlte uns - gest\u00fctzt durch gutes Bildmaterial wie auch mit direktem Bezug zum Buch \u201eMein Weg \u00fcber die Pyren\u00e4en- Erinnerungen 1940\/41\u201c von Lisa Fittko-, wie es dazu kam, das Jugendbuch \u201eDer Pfad. Eine Flucht in die Freiheit\u201c zu schreiben und das wichtige Thema von Fluchtrouten speziell \u00fcber die Pyren\u00e4en in der NS-Zeit aufzugreifen. Aufgrund der Aktualit\u00e4t des Themas stellten sich viele die Frage, ob die Ver\u00f6ffentlichung , ein von der NRW-Filmf\u00f6rderung  unterst\u00fctztes Projekt, in einem Zusammenhang mit dem erh\u00f6hten Fluchtaufkommen der Jahre seit 2015 steht.<\/p>\n<p>Vor Ort war ebenso die ARD-Journalistin Antje Deistler, die das Gespr\u00e4ch moderierte und im Anschluss an die Pr\u00e4sentation und Lesung Fragen stellte. Schnell aber \u00fcbernahmen die Sch\u00fcler ihre Rolle und stellten sogar noch deutlich kritischere Fragen.  Nachdem R\u00fcdiger Bertram alle Fragen beantwortet hatte, signierte er unsere B\u00fccher und stand f\u00fcr weitere Gespr\u00e4che zur Verf\u00fcgung.   Unser Mitsch\u00fcler Gero nutzte sofort die Gelegenheit und lud ihn ein, auch mal nach Darmstadt zu kommen, um an unserer Schule, einer  Europaschule,  eine  Lesung zu diesem spannenden Thema zu gestalten. Sp\u00e4t am Abend endete der erste Tag und es ging zur Gastfamilie, wo sich noch lange Gespr\u00e4che entwickelten, um mehr voneinander zu erfahren.<\/p>\n<p>Fr\u00fch am Morgen ging es dann weiter in die Stadt, wo wir uns im NS-Dokumentationszentrum (EL-DE-Haus) trafen. Dabei stellten wir Bez\u00fcge zum Buch her, da dieses ja die Flucht eines Jungen in der Zeit des Zweiten Weltkriegs thematisiert, dessen Vater w\u00e4hrend der Flucht von der GESTAPO verhaftet wird. Dort erhielten wir, aufgeteilt in zwei gro\u00dfe Gruppen, eine F\u00fchrung durch die Gedenkst\u00e4tte. Bei dem EL-DE-Haus handelt es sich um ein ehemaliges B\u00fcro der GESTAPO, welches ebenso im Keller als ein Hausgef\u00e4ngnis f\u00fcr Zwangsarbeiter genutzt wurde.  Nachdem wir einen Eindruck erhalten hatten, wie die NS-Zeit in K\u00f6ln war sowie hautnah sehen konnten, unter welchen Umst\u00e4nden Zwangsarbeiter in Gefangenschaft gehalten wurden, ging es mit einer praktischen Aufgabe im Lernlabor weiter. In diesem erarbeiteten wir spielerisch die Geschichte des Lebens einer Zwangsarbeiterin und visualisierten sowohl die erfreulichen (vor der Verhaftung)  als auch die bedr\u00fcckenden Facetten ihres Lebens  in Form eines Bildes.<\/p>\n<p>Am Nachmittag ging es zur\u00fcck in das ZfL , um dort zu Mittag zu essen. Danach ordnete sich jeder einem der drei Workshops zu: Schreib-, Illustrations- oder Theaterworkshop. Letzteren besuchte ich, da ich hoffte, mit diesem hinsichtlich meiner Abbiturpr\u00fcfung  in Darstellndem Spiel hilfreiche Eindr\u00fccke erhalten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In dem Workshop probierten wir unterschiedlichste theatralische Aufgabenstellungen aus. Dabei legten wir den Fokus darauf, entscheidende Szenen aus dem Buch einzubinden.  Nach sehr erfolgreicher Arbeitsphase beendeten wir den Tag mit einem Abendessen. Danach ging es f\u00fcr manche zur\u00fcck zur Gastfamilie oder man konnte noch bleiben, um zusammen einen Film zu schauen.  Es handelte sich dabei um die Verfilmung des autobiographischen Romans von Joseph Joffo \u201eEin Sack voll Murmeln\u201c, der die Flucht zweier j\u00fcdischer Br\u00fcder aus Paris erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag ging es mit gepackten Koffern zur\u00fcck zum ZfL , wo wir in den Worksshops weiter an unserer Vorf\u00fchrung \u00fcbten. Nach einer kurzen Probe und weiteren Abkl\u00e4rungen begann schon  die Pr\u00e4sentationsrunde, bei der die jeweiligen Gruppen ihre Workshops pr\u00e4sentierten.  Der Schreib-Workshop trug seine Texte vor, der Illustrations-Workshop zeigte seine Bilder und mein Theater-Workshop spielte die Szenen vor. Insgesamt waren alle Pr\u00e4sentationen sehr eindrucksvoll. Die Texte, Bilder und Fotos von der Theatergruppe werden am 25.04.2018 bei der Ausstellung zum Buch \u201eViele Schulen, ein Buch\u201c  im ZfL vorgestellt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1314\" aria-describedby=\"caption-attachment-1314\" style=\"width: 625px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.luo-darmstadt.de\/schreibkunst\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Bild-2-Bericht-1024x768.jpg\" alt=\"Bild #1: Bericht: Viele Schulen - ein Buch\" width=\"625\" height=\"469\" class=\"size-large wp-image-1314\" srcset=\"https:\/\/www.luo-darmstadt.de\/schreibkunst\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Bild-2-Bericht-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.luo-darmstadt.de\/schreibkunst\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Bild-2-Bericht-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.luo-darmstadt.de\/schreibkunst\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Bild-2-Bericht-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.luo-darmstadt.de\/schreibkunst\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Bild-2-Bericht-960x720.jpg 960w, https:\/\/www.luo-darmstadt.de\/schreibkunst\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Bild-2-Bericht.jpg 1230w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1314\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9Foto: Margit Sachse<br \/>\nDie SchreibKunst-Gruppe der Lichtenbergschule Darmstadt mit dem Autor R\u00fcdiger Bertram vor den Ergebnissen der Workshops im Zentrum f\u00fcr Lehrer*innenbildung der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln<\/figcaption><\/figure>\n<p>Um die drei Tage zusammenzufassen und ein Fazit aus dem Projekt zu ziehen, kann ich sagen, dass es im Gesamten sehr gelungen war, da ich in vielen Bereichen an Erfahrung(en) gewinnen konnte. So war es das erste Mal, dass ich die Chance erhielt, mit einem Autor, dessen Buch ich gelesen hatte, ins Gespr\u00e4ch zu  kommen und dadurch viele Fragen, die ich mir im Laufe des Buches gestellt hatte, gekl\u00e4rt zu bekommen.  Des Weiteren konnte ich durch den Theater-Workshop ein paar Tipps erhalten, die ich hinsichtlich meiner Theaterpr\u00fcfung im Hinterkopf behalten werde.  Und als letztes habe ich neue Freundschaften kn\u00fcpfen k\u00f6nnen, auf die ich bei einem Besuch in K\u00f6ln immer wieder zur\u00fcckgreifen kann. Au\u00dferdem freuen wir uns auf ein Wiedersehen, vielleicht bei einer mit den Lesepunkten organisierten  Lesenacht in K\u00f6ln und auf jeden Fall auf der Frankfurter Buchmesse.  Nebenbei konnte ich K\u00f6ln als Stadt kennenlernen.  Ein daher insgesamt tolles, gesellschaftlich relevantes Projekt, bei dem ich immer wieder teilnehmen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>\u00a918.04.2018 SchreibKunst-Blog\/ F\u00e1tima Haji (?)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eViele Schulen \u2013 Ein Buch\u201c: Die LuO-SchreibKunst-Sch\u00fclerin F\u00e1tima Haji berichtet \u00fcber ein Literatur- und Geschichts-Projekt rund um das Jugendbuch \u201eDer Pfad. Flucht in die Freiheit\u201c von R\u00fcdiger Bertram, organisiert von der Lesepunkte-Redaktion des Zentrums f\u00fcr Lehrer*innenbildung der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln. 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