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Geschichte „Der Flüchtling“


„Der Flüchtling“

Krieg!
Überall Panzer, Explosionen und Gewehrfeuer. Viele Menschen flüchten, auch ein kleiner Junge mit seiner Mutter. Der Vater ist auf der Flucht durchs Land tödlich verwundet worden.
Sie wollten gerade auf ein Boot rennen, da geschieht es. Soldaten! Sie eröffnen das Feuer auf die Flüchtenden. Der Junge und die Mutter rennen. Der Junge rettet sich aufs Boot. Da, die Mutter wird von einer Salve getroffen, stürzt und tut ihre letzten Atemzüge. Der Junge –nun ein Waisenkind- weint. Doch es ist noch nicht vorbei, die anderen Flüchtlinge auf dem Boot zerren ihn weg, weg von der Reling. Die Soldaten schießen weiter. Manche auf dem Boot werden getroffen und stürzen ins Wasser. Doch das Boot entkommt. Jetzt werden die Verwundeten verarztet. Viele erliegen ihren Verletzungen. Nach Wochen sehen sie Land. Ja! Land! Das ferne Europa ist erreicht. Doch da, Wolken ziehen auf. Ein Gewitter! Es regnet in Strömen, die Menschen versuchen, das Wasser aus dem Boot zu schöpfen. In der Ferne das Land und…Ein Schiff!
Der Junge schreit wie wild, das Schiff wendet, kommt näher. Einige, darunter der Junge, werden gerettet. Doch viele sind schon ertrunken.

Ein Jahr später…
Mohammed läuft die Straße zur Schule entlang und sieht auf der anderen Straßenseite einen Syrer. Das erinnert ihn an ein Ereignis vor einem Jahr. Er zieht ein Bild aus der Hosentasche. Es zeigt eine Frau mit einem Kind auf dem Arm.
©2016 Pegasus/ Lukas Lückert[5D]

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Geschichte „Ihr Versprechen“

„Ihr Versprechen“


Morgen werde ich sterben.
So hat es meine Schwester gesagt und so wird es auch sein. Sie hat es mir ins Ohr geflüstert,
ohne zu wissen, dass ich sie hören kann.

Meine Schwester und ich hatten viel geredet. Darüber, was wir später machen wollen und was wir mitunserem Leben anfangen. Und auch darüber, was wir machen würden, wenn einer von uns todkrank wäre.
Zu diesem Zeitpunkt waren wir uns einig, dass wir einander helfen
würden. Doch dass es wirklich so kommen konnte, hätte niemand von uns gedacht.
Ich mochte meine Schwester sehr. Und auch sonst war mein Leben total in Ordnung. Ich hatte viele Freunde und nette Eltern, die mir immer zur Seite standen und mit denen ich mich sehr gut verstanden hatte. Doch dieser eine Tag änderte mein ganzes Leben.
Wie so oft ist unsere Familie an den kleinen See nahe unseres Hauses gefahren. Was genau wir dort gemacht haben, weiß ich nicht mehr. Und auch sonst habe ich alle Erinnerungen an diesen einen Tag verloren. An meinen letzten Tag. Das ist das, was mir am meisten zu schaffen macht.
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Geschichte „Wer bin ich?“

1. Platz des Literaturwettbewerbs an der LuO der Jgst. 7-9
Geschichte:

„Wer bin ich?“


Was wäre wenn..? Diese Frage verfolgt mich seit Tagen. Ich kann nicht schlafen, nicht essen, und sogar meine Haare fallen mir aus. Egal wohin ich gehe, sie verfolgt mich wie mein Schatten. Aber es ist nicht meiner, sondern Pierre. Er sollte jetzt hier stehen, und auf die Ansage des Moderators warten. Aber da bin nur ich, und ich fühle mich, als würde ich ihm seinen Traum wegnehmen. Ich weiß ja nicht einmal,ob ich das Leben, das mich außerhalb des Vorhangs, der mir die Sicht zur Tribüne verbaut, erwartet, überhaupt leben will. Pierre wusste mit jeder Faser seines Seins, dass er es wollte, mehr, es war sein Lebensziel. Ich wollte es auch, bis zu dem Moment, der alles veränderte. Um das zu erklären, muss ich zehn Jahre zurück greifen…
Es war der heißeste Tag des Jahre 1901. Die Hitze lag bedrückend auf jedem von uns. Niemand bewegte sich an diesen heißen Tagen mehr als nötig. Das ist wahrscheinlich der Grund, weshalb mich die Leute so anstarrten: Ich sprintete durch die Straßen und quetschte mich durch die Leute, die nicht rechtzeitig wegsprangen. Meine Lunge überschlug sich fast, meine Füße waren platt getreten und meine Kehle sehnte sich nach Wasser, trotzdem rannte ich weiter, bis ich das unscheinbar wirkende gelb gestrichene Haus erreichte.
Als ich die Wohnung betrat, begrüßte mich der wohlige Duft von frisch gebackenem Croissant, „Pierre, Pierre der Herr Marion hat mir einen Tipp gegeben, ich werde nächstes Jahr den Prix Gegner gewinnen!Ist das nicht unglaublich?“ „ Das ist wunderbar, aber sag, hast du nicht schon letztes Jahr den Preis gewonnen?“, fragte er und hielt mir ein Croissant hin. „Ja, das stimmt, aber du weißt doch, damals ist nicht alles mit rechten Dingen zugegangen“,nuschelte ich gegen das in meinen Mund gestopften Croissant an, „Und das ist noch nicht alles!“ „ Nicht?“,fragte Pierre erstaunt.„ Auf Grund meiner vielen Kontakte, kann ich sagen, dass sie, auf Grund ihres Siegs beim Prix Gegner auf die finanzielle Unterstützung der Akademie des sciences bauen können“, imitierte ich für meinen Geschmack fast zu gut die näselnde Stimme des Herren Marion.
Wir saßen noch lange da,aßen Croissants, und fühlten uns seit langem endlich wieder lebendig.Seit Monaten hatten wir vor Arbeit kaum noch Zeit für den Anderen gehabt. Aber an diesem Tag war einfach alles perfekt.
Rückblickend würde ich sagen, dass das der Tag war, an dem ich endlich dazugehörte. Der Preis war der kleine Anstoß, den ich gebraucht hatte, um es zu schaffen. Ab diesen Tag fühlte ich mich wie eine echte Wissenschaftlerin. Ja, ich experimentierte schon vorher, und hatte sogar 1899 mir Pierre den Nobelpreis in Physik gewonnen, aber jetzt wurde ich anerkannt, und nicht als die Gattin von Pierre, nein, sondern als waschechte Wissenschaftlerin! Ich bekam noch oft kleine Preise und Unterstützungen, aber sie verloren irgendwann die Bedeutung für mich. Ich steuerte ein neues Ziel an:
meinen Nobelpreis. Lesen Sie weiter »

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Gedicht „Brücken“

Brücken
»Es gibt sie seit Jahrtausenden
»Gebaut werden sie von uns Menschen

»Ob von groß oder klein
»Aus Holz, Metall oder Stein

»Jeder benutzt sie in seinem Leben
»Da kommt man nicht herum
»Deshalb drehen sich Brücken rundherum

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